Zwischenstopp in Chigago

Heute brach der Tag an, an dem wir Seattle verlassen. Cousine A. machte uns noch Frühstück und dann verließen wir (im Nachhinein) viel zu früh unser Heim der letzten Woche.

Wir gaben am Flughafen Wagen Nummer 1 ab und fuhren mit dem Bus zum Terminal. Die Busfahrerin begann den Reigen des freundlichsten Flughafenpersonal zu eröffnen. Sie stellte sich mit Namen vor, gröhlte noch ein paar Sätze vor sich hin und fuhr uns zum Terminal. Ab Terminal begrüßten uns die Check-In Mitarbeiterin mit einem Lächeln und zack waren die Koffer auch schon weg. Da das Flughafenpersonal in der USA in der Regel sehr schroff sind, waren wir nun überrascht, dass alle Sicherheitsangestellte superfreundlich waren und zudem auch noch Witzchen gerissen haben. Wir waren irritiert aber doch sehr positiv überrascht. Beim Sicherheitscheck schrie uns mal keiner an und eigentlich mussten wir nur nur die Taschen durch das Band jagen und keine Laptops vorher rausnehmen, keine Schuhe ausziehen…. alles megaentspannt.

Als wir den Sicherheitsbereich durchquerten empfing uns Livemusic.

… und zwar richtig gute! Wir waren viel zu früh da und machten es uns am Nachbargate bequem, riefen bei der Gelegenheit in Deutschland durch und irgendwann stiegen wir in den Flieger ein um 4 Stunden nach Chicago zu fliegen, wo uns noch wegen der neuen Zeitzone 2h geklaut wurden.

Der Flieger landete hart und für ewig auf dem Rollfeld rum ehe er die Parkposition erreichte, Koffer dauerte ewig und nun begrüßte uns das komplette Gegenteil wie wir in Seattle heute behandelt wurden.

Der Busshuttle zu den Mietwagen war nicht wirklich ausgeschildert und beim Vermieter angekommen, warteten wir ewig und sahen zu wie alles schief ging und offensichtlich Autos fehlten. Mitten im Stress machte die zweite Dame am Schalter Feierabend, um die letzte Mitarbeiterin noch weiter zur Verzweiflung zu bringen…. als wir dran waren, managte die Mitarbeiterin noch 2 andere Kunden, so dass wir uns vollkommen bescheuert vorkamen…. im Punkto Service und Freundlichkeit gebe ich 0 von 10 Punkten…. Wir hatten aber Glück, unser Auto war da…. uns wurde eine Nummer, wo das Auto steht, gesagt und wir sollten verschwinden…  das taten wir dann auch weil es dann mittlerweile schon fast 22 Uhr war.

Das Motel, wo wir nur eine Nacht unterkommen bzw. wir in der ersten Nacht unterkamen, empfing uns auch sehr unfreundlich (brubbel brubbel brubbel…. Zimmer 229…… abtreten).

Der Hammer war aber das „Burger King“ welcher 300 m vom Motel entfernt war. Es war spät und wir wollten nicht mehr wirklich wegfahren also „gingen“ wir zum einzigen offenen Fast Food Laden wo man eben mal schnell hinlaufen kann und wenigstens eine Kleinigkeit von dem warmen Pappfraß zu essen. Es gab allerdings keine Fußwege und die Ampeln waren nur für Autofahrer konzipiert. Mission Kreuzung überqueren glückte und nun wollten wir wenigstens noch eine Kleinigkeit von diesem edlen Schuppen konsumieren. Öffnungszeit war für 23 Uhr angeschlagen aber die Verkäuferin schrie uns an, dass sie bereits geschlossen sind und wir bitte über das „Drive Thu“ Fenster kommen sollen (obwohl dort Menschen drin saßen). Dann gingen wir gehorsam zu diesem Fenster, in der Hoffnung uns zermalmt kein Auto und diese olle Tussi machte dieses olle Fenster nicht auf! Mann Mann Mann! Nach Klopfen machte sie dann doch mal auf und nahm die kleine Bestellung auf, um sie uns in einem Affentempo mit tief finsterer Miene entgegenzuwerfen. Chicago hatte heute wohl keine Lust auf uns aber wir kommen am folgendem Wochenende wieder, um auch endlich mal die Stadt zu sehen.

Das Motel stinkt total nach Reinigungsmittel bzw, das Wasser enorm nach Chlor. Ich muss am ersten Tag richtig erkältet gewesen sein! Eine Nacht geht hier aber völlig klar.

Morgen fahren wir ja erstmal weiter nach Minnesota. Dort legen wir morgen einen Zwischenstopp bei Jessies Cousine R. ein, um am nächsten Tag dann noch ein kurzes Stückchen weiter in deren Wochenendhaus loszudüsen. Wir haben es gut, wa?! Richtig ordentliche Fotos wird es eher ab Montag geben wenn wir wieder komplett in der Natur sind. Dieser Tag war ein kompletter Reisetag mit zwei unterschiedlichen Extremen. Nagut, da lassen wir uns nicht beirren und freuen uns auf weitere Erlebnisse hier in diesem Urlaub.

 

One thought on “Zwischenstopp in Chigago”

  1. Klingt nach einer aufregenden Reise….und einer netten Nacht im Motel! Ich wünsche euch ab jetzt nur noch herzliche und schöne Begegnungen mit den Einheimischen… (und die waren echt schlimmer als die „ruppigen“ Berliner?). Da staune ich aber! 😉

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