Yellowstone Tag 4 – Abschied des Winters

Heute Nacht hat es mal wieder geschneit und der direkte Weg zu den Mammoth Hot Springs innerhalb des Yellowstone Parks war gesperrt. Aus diesem Grunde mussten wir einen Umweg von 2h mehr fahren. Zunächst stärkten wir uns heute mal mit Bagel, Anlogei und Analogkäse. Hmm… wir Gourmetnasen!

Nach dem Auschecken fuhren wir die 3:20h zu den Mammoth Hot Springs in den Norden von Yellowstone NP. Die Landschaft war bedeckt mit Puderzucker und der Fluß schimmerte in mindgrün aber das war alles an Farbe was uns dieser Weg bat.

Für den Abschied von Yellowstone wünschten wir uns noch versöhnliches Wetter und so sah es die ersten 3 Meilen auch aus.

2 Meilen später verfinsterte sich meine Miene aber auf einem Schlag als wir in der tiefsten Winterlandschaft ankamen und genau hier war die Mammoth Hot Spring Terrasse, die wir uns heute noch ansehen wollten. Alles weiß und von Farbe keine Spur. Das war der Moment wo ich heute wirklich ins Flugzeug steigen wollte. Es ging Treppen und Anstiege noch oben und es lag überall Schnee aber wo wir jetzt dort waren, hatte ich den Stolz mir das auch bei schlechter Sicht anzusehen und Jessie wollte sich das auch ansehen. Also bestiegen wir bzw. ich mit Konzentration und finsterer Miene diese Terrasse, um die sonst farbigen heißen Quellen bei Schnee und schlechter Sicht anzusehen.

Wir stiegen hoch bis zu den Canary Springs, in der Hoffnung irgendwas farbiges anzutreffen aber Farbe war heute nicht im Angebot, nur weiß, neben und grau…

Ich habe alles nur mit der „kleinen“ Kamera im Automatikmodus geknippst weil ich die 1,5h Fußmarsch ehrlich gesagt ziemlich teilnahmslos erlebte und bisschen Angst hatte wie ich da wieder runterkommen sollte. Sicherheit ging hier vor und Farbe kann man hier wirklich nicht rausholen. Letztendlich machte uns das Wetter auch wieder ein Strich durch die Rechnung. Ihr könnt ja mal googlen wie schön diese Terrassen sonst leuchten 😉

Aber gut, wir waren halt jetzt da und ich hab schon wieder schön Laufen im Schnee geübt ohne mir die Haxen zu brechen. Ging ja alles gut und frische (teilweise Schwefel-) Luft tut ja auch gut.

Anschließend machten wir uns auf den nächsten 4:30h stündigen Weg durch Montana um heute in Missoula zwischenzuübernachten. Der Weg war lang und mischte sich mit bisschen Sonne, viel Regen und manchmal auch noch ein wenig Schnee. Kein Wunder, da wir auch durch die Rocky Mountains fuhren.

Montana war aber auch recht schön anzusehen:

Wir kamen bereits 18 Uhr in unserem in die Jahre gekommenes Truckermmotel an wo wir direkt neben der Straße schlafen, wie man ganz genau hören kann. Aber für eine Nacht geht das mal. Unser Abendessen haben wir fußmäßig erlaufen können und schaut mal, der Himmel war blau.

Morgen werden wir so knapp 8h nach Seattle zu Jessies Verwandte Nr. 1 fahren, wo wir freundlicherweise unterkommen dürfen. Uns erwarten da nebenbeibemerkt 20 Grad, worauf wir beiden tierische Lust haben.

Nun beenden wir gleich den Tag und stärken uns für die laaaaange Strecke morgen.

Am Ende des Tages wissen wir, dass wir Yellowstone einfach in den nächsten 30 Jahren bei anderer Jahreszeit besuchen können und jetzt irgendwas zu bedauern tut echt nicht Not! Nun geht es für eine Woche in das Umland von Seattle, wo noch viele andere weitere schöne Dinge auf uns warten.

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