Yellowstone Tag 3

Tag 3 im Yellowstone belegt den Platz 1 in der Kategorie „schlechtestes Wetter“. Applaus bitte! Aber ganz im ernst, es hat erst den ganzen Tag geschneit, was dann später zu Regen wurde. Es gab kaum eine Sekunde ohne Niederschlag. Es war ab einen bestimmten Zeitpunkt einfach nervig und aufgrund des fehlendes Licht sind die Fotos heute auch sehr naja… licht- und farblos.  Aber wir rollen den Tag mal von vorne auf.

Frühstück begann heute mal später weswegen wir den Frühstücksraum so vorfanden:

So gemütlich wie es dort war, schmeckte auch das von Hand zubereitete Frühstücksmahl. Aber wir meckern mal nicht. Ich wusste ja schon im Vorhinein was uns erwartet.

Ganz motiviert machten wir uns danach auf dem Weg in den Yellowstone NP hinein. Unseren ersten Stop legten wir beim „Fountain Paint Pot Trail“ ein. Paint (Farbe) kam heute leider nicht so rüber aber das trübte unsere Stimmung noch nicht.

Anschließend fuhren wir zum allseitsbeliebten „Old Faithful“, um ein wenig im Gift Shop zu stöbern und unter den vielen extrem kitschigen Angeboten ein paar „geht so“ kitschige Dinge einzukaufen. Ich brauchte ewig um mich zu entschließen. Als wir rausgingen schneite es mal nicht und in ganzer Vorfreude machten wir uns auf dem Weg in Richtung „Morning Glory Pool“, den wir gestern wegen der Glätte nicht mehr schafften.

Der Anschein das Wetter könnte schöner werden war aber ein Satz mit X. Es regnete die ganze Zeit, mit 1 minütigen Pausen dazwischen. Meine Laune war plötzlich, wie das Wetter, auch im Keller. Also zogen wir mit mir Miesebine los und wanderten in Richtung „Morning Glory Pool“. Folgende Eindrücke fanden wir auf dem Hinweg vor:

Und nun sind wir an eines der Highlights des Yellowstone NP angekommen. Die Bakterien schimmerten trotz schlechten Lichtverhältnisse schön bunt vor sich hin.

Da der Regen wieder heftiger wurde, wanderten wir dann auf selbiger Strecke, die gestern durch Glätte glänzte, wieder zurück zum Auto. Ich wurde noch miesepetriger weil mein rechter Schuh drückte und meine Füße wie Hölle schmerzten. Wir sind heute auch über 20.000 Schritte in Summe gelaufen und ich hatte gestern noch in den Knochen. Naja, aber zurück mussten wir ja noch also biss ich meine Zähne zusammen und lief. Später am „Old Faithful“ angekommen ging Jessie noch in die Information und für kleine Wanderer, um nachzufragen wie weit das nächste Zahl wirklich ist. Sie hatte rausgefunden, dass man auf dem „Grand Prismatic Spring“ von einem Hügel aus ansehen kann. Jessie wollte den Ausblick unbedingt sehen und ich natürlich auch. Also machte ich es mir im Auto bequem, während Jessie sich informierte und noch eine trockene Jacke kaufen musste. Ich nutzte jede Gelegenheit sitzen zu können.

Nach meiner Rast und Jessie Notshoppingtour fuhren wir in Richtung Hügel, wo wir und in dem Fall besonders ich aus jedem Loch pfiff. Nur der Wille trieb mich noch an. Jessie trug sogar meinen Rucksack, damit ich die Kamera mit hochnehmen konnte. Vorher trafen wir noch ein paar Bisons:

Und hier ist noch der wunderschöne Hügelblick auf den „Grand Prismatic Spring“, auf denen wir gestern auch rumturnten.

Nun gab es aber nur noch einen Weg und zwar der zurück zum Hotel, mit Zwischenstopp im Supermarkt um uns Mikrowellenessen und Wasser zu besorgen. Ich wollte heute nicht mehr rausmüssen und Jessie gefiel die Idee auch sehr gut.

Nun sind wir schon 3 Stündchen im Hotel und verleben den letzten Abend in Yellowstone NP Bereich.

Morgen haben wir noch ein Ziel im Yellowstone offen, den wir vermutlich mit großen Umweg außerhalb des Parkes ansteuern müssen, weil die Strecke im Park geschlossen ist. Aber wir sind jetzt hier, also nehmen wir den Umweg auch in Kauf. Anschließend fahren wir ein Stückchen, circa 3h in Richtung Seattle, um in Missoula einfach nur zwischenzuübernachten.

Uns hat der Park hier sehr beeindruckt, vor allem weil wir ihn in mehren Wettervarianten sahen. Sonne hatten wir insgesamt nicht so viel aber die bekommen wir sicher ab übermorgen wieder ab. Übers Wetter meckern wäre einfach kein schöner Abschluss, auch wenn es mich heute schon in den Wahnsinn trieb.

2 thoughts on “Yellowstone Tag 3”

  1. Was für beeindruckende Bilder. Ich finde es einfach wunderbar euch zu folgen und beneide euch um diese beeindruckenden Naturschauspiele. Egal ob mit Schnee, Regen oder was auch immer. Es ist und bleibt einzigartig!
    Vielen Dank fürs Teilen. Ich lese weiter mit und freue mich schon auf morgen!

  2. Beeindruckend und erstaunlich, was ihr in diesen wenigen Tag schon alles gesehen und erlebt habt und dass ihr euch trotz der Wetterkapriolen diesem Abenteuer stellt und so viel schafft!
    Die Bilder sind sooo schön und machen Sehnsucht nach Reisen, egal, ob bei Sonne, Regen oder Schnee. Dennoch wünsche ich euch für die nächsten Tage auch ein paar Sonnenstrahlen mehr, das macht das Fotografieren sicher etwas leichter und tut dem Gemüt zwischendurch sicher ganz gut ☀️
    Es macht großen Spaß, wieder ein wenig mitreisen zu dürfen.
    Herbstliche Grüße aus Wien, Viki

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