Yellowstone Tag 2

Wow, heute haben wir wirklich viel gesehen! Jetlag-bedingt nahmen wir schon 6:30 Uhr unser Frühstück ein. Es war ekliger als gestern, siehe unten 😉

Wir machten uns dann so früh auf dem Weg, dass ich gegen 7:30 Uhr sogar noch Fotos in der blauen Stunde machen konnte.

Vorher erhielten wir am Eingang von Yellowstone noch die schöne Information, dass der North und South Rim Drive am Canyon heute befahrbar sind. Dies bedeute wir können zu den Wasserfällen fahren, juchu! Die Straßenkonditionen waren, je näher vor nach Canyon Village kamen, ziemlich schlecht, wo ich mich fragte wie ich mich wohl später auf Füßen fortbewegen soll. Ein Bus stand mitten auf der spiegelglatten Fahrbahn und kam einfach nicht mehr weiter.

Wir begonnen mit dem North Rim Drive. Diese Strecken sind aber wirklich sehr sehr kurz, so circa 5km und schon ist man da durchgefahren. Wir hielten an 2 Punkten an und ja, es war ziemlich glatt. Not machte mich erfinderisch indem ich mein Stativ ausfuhr um mich daran zum Aussichtspunkt nach unten zu befördern. Hat geklappt und was soll ich sagen, wir hatten solch ein Glück und erlebten den Lower Fall mit teilweise blauen Himmel und Regenbogen. Ich schob mein Stativ durch die Menschen am Aussichtspunkt und baute mein Kram auf, um das Spektakel auf die Linse zu bekommen. Es konnte nicht schöner sein.

Da kann man wirklich nicht meckern. Der „Gran Canyon“ an sich ist auch imposant aber da ich den „echten“ Gran Canyon kenne, hat mich der Wasserfall an dieser Stelle mehr beeindruckt.

Danach fuhren wir noch den South Rim Drive lang, um noch den Upper Fall zu sehen aber leider war der beste Aussichtspunkt dafür gesperrt. Ein anderer Punkt brachte uns zu einem kleinen Ausläufer des Upper Falls, der die unter anderen 2 oberen Fotos nicht annähernd nachkam. Was mich wirklich nervte waren Japaner/Chinesen, die wie immer, ohne Rücksicht auf anderer meinen, dass die Natur ihnen gehörte. Es ist mir meistens auch egal. Sollen sie doch mit ihren Selfiestick die schönsten Selfies machen aber wenn sie minutenlang die Geländer von Treppen blockieren, die noch dazu glatt sind, da hört bei mir der Spaß auf. Und so beschimpfte ich so freudig auf Deutsch und zerstörte jedes derer Fotos wo mein Weg langführte.

Die Unsitte, dass Busse und Autos bei der Sicht eines Tieres einfach auf der Straße anhalten, ging uns heute das erste Mal auf die Nerven. Da bilden sich riesen Schlangen weil Menschen Bisons, Elche oder Hirsche am Straßenrand aus den Fahrzeugen knipsen und  teilweise  selbst auch mitten auf der Straße rumlaufen. Gestern fanden wir es noch lustig aber heute nervte es schon 😀 Während des Meckern knipste ich den Knaben spontan weil ein Bus vor uns langsam genug fuhr.

Nun führte uns der Weg zurück zu den Geysiren. Es taute heute etwas, was eine bessere Sicht als die gestrige versprach. So hielten wir am „Grand Prismatic Spring“ wo wir etwas warten mussten um einen Parkplatz zu finden und zur Begrüßung spuckte der Geysir Lava. Ich fühlte mich wie in einer Diskothek mit Nebelshow 😀 Der Weg zum „Grand Prismatic Spring“ war glatt wie Seife (und ich hatte mein Stativ im Auto) aber ich wollte ihn auch sehen! Also ging ich wie ein Pinguin im Tempo einer Schnecke los. Auch hier boten Japaner und Chinesen ihre Shows ab. Einer lief einfach in den Becken der Bakterien rum, obwohl das selbstverständlich streng untersagt ist. Ranger Jessie hat den Mann sofort zur Ordnung gerufen, der dann wieder aus dem Becken kletterte. Aber hier nun auch Eindrücke für Euch:

Bisher unverletzt gingen wir zurück zum Auto, um nochmal zum „Old Faithful“ zu fahren, da sich dahinter auch noch eine Vielzahl von Geysiren befindet. Der Mann im Gift Shop warnte uns vor, dass eine Menge Schnee erwartet wird und so entschieden wir uns dann heute noch alles mitzunehmen was geht. Es schneite, blieb aber nicht liegen aber machte die Metallwege zu derartigen Rutschwege, wo ich mir nicht sicher war wie weit wir wohl kamen. Viele Wege waren ganz gut, weil die Geysire schön warm vor sich hin brodelten aber bei manchen ging es nur mit Pinguin-Schnecken Gang vorwärts. Ich ließ sogar meine große Kamera im Rucksack aber hier galt auch: Ich wollte das auch sehen! Hier sind aber auch Eindrücke des spektakulären Weges mit der „kleinen Kamera“. An einer Stelle bekam ich es dann wirklich mit der Angst zu tun, weil ich fünfmal hintereinander weggerutscht bin, so dass wir dann umkehrten. Es war dann Zeit Vernunft walten zu lassen und es war auch gut so. Uns beeindruckten diese dampfenden kleine Geysire schon sehr. Es dampfte und qualmte wirklich nahezu an jeder Ecke.

Gestürzt ist übrigens keiner und jeder Gang lohnte sich! Und wir sind heute viel gelaufen 😉  Puh, aber ich war heilfroh mit meinen muskelkranken Beinchen gut durchgerutscht zu sein.

Wir fuhren nachmittags für einen kleinen Stopp ins Hotel, um danach nochmal Nasenspray für Jessie zu besorgen und Abendessen für uns beide einzuverleiben. Aber nun bleiben wir bis morgen früh auf unseren Betten liegen!

Für morgen ist wieder viel Schnee angesagt. So müssen wir denn morgen entscheiden, was wir uns schönes anschauen können und werden. Offene Ziele haben wir noch ausreichend. Aber nun beende ich den Tag. Liebe Grüße nach Deutschland!

 

 

2 thoughts on “Yellowstone Tag 2”

  1. Absolut beeindruckende Bilder. Geniest euren Aufenthalt und lasst euch durch das Wetter nicht ärgern. Liebe Grüße aus Berlin.

  2. Atemberaubende Bilder von für uns bisher nicht gekannter Naturschauspiele. In Neuseeland-Rotorua- ein kleiner Ausschnitt davon erlebt. Die Holzstege glatt, sind froh, dass ihr heil geblieben seid und das Ganze geniessen konntet. Habt euch gut gegen die Kälte gerüstet, wie man sehen kann.
    Respekt und Wehmut, dass wir nicht dabei sein können. Dank der tollen Fotos erleben wir jeden Morgen ein Stück der Reise mit und wissen, wo ihr seid und wie es euch geht!
    LG Manfred & Gundelmutti

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