Verona

Ein knapper Eintrag von heute sei der Stadt Verona gewidmet. Die Anfahrt dahin dauerte circa eine Stunde länger als geplant an, da die ganze Welt heute in Richtung Gardasee fuhr. So kamen wir mittags in Verona an. In meinen Vorstellungen war die Stadt voll mit Menschen, die auf der Suche nach Orten von Romeo und Julia sind und typischer  italienischer Baustil. Genau so war es auch! Doch trifft einem die Realität meistens härter als süßliche Vorstellung. Es gab wenige Momente, an denen ich heute nicht genervt war. Lange Autokolonne, für Deutsche unlogische Straßenführungen, Menschengruppen, die einfach mitten im Weg stehenbleiben und den gesamten Gehweg blockieren…. boahhhh, keine Ahnung wieviele Menschen ich heute mit meinem bösen Blick getötet hätte, wenn es denn ginge. Geht aber zum Glück nicht. Verona ist ganz nett und wir haben es gesehen. Mehr gibts über diese Stadt eigentlich nicht zu sagen. Hier ein paar wenige Impressionen:

Völlig „verdurstet“ standen wir an einem Getränkeautomat, als ich feststellte, dass ich weder Münzen hatte, noch 5 und 10 € Noten. Heute war zwar mein Bezahltag (Nein, deshalb war ich nicht genervt ;-)) doch Uli wollte gnädigerweise ihr Portemonnaie rausholen. Aber wo war es? Wie erinnerten uns, dass ich es ihr im Auto in die Hand gab, es aber dann anscheinend nicht zurück zum Bestimmungsort gelang. Also musste es offen sichtbar im Auto liegen! Also spurteten wir die 15 min zurück zum Parkhaus, wo es brav auf seine Besitzerin wartete…. Ohmmmmmmmmmmmmm! 

Auf den Schock gingen wir erstmal eine Kleinigkeit essen, wo wir zum Ende hin auch gernevt waren, da der Kellner alles machte, bloß nicht seinen Job, nämlich kellnern. Aber Wurscht, wir könnten uns dann noch das Verona-Erlebnis schlechthin, wenn man eh noch leicht angestresst ist – Na, was könnte es sein? Richtig, Julias Balkon! Wir zweifelten schon vor der gerade getanen Recherche sehr an die Richtigkeit des Ortes, da schon allein nicht bekannt ist, ob das Buch eine wahre Begebenheit ist. Richtig geil ist nun das Ergebnis der Recherche und zwar war dieser Ort vor 100 Jahren ein Stall, wo gewiss keine reiche Familie hausierte. Die Stadt suchte sich nun diesen zentralen Ort mitten im Zentrum aus, welches ursprünglich gar kein Balkon hatte. Diesen bauten sie nachträglich einfach mal an! In der Innenstadt gelangt man durch ein Portal mit 80 Millionen Liebesbotschaften aus der ganzen Welt mit etlichen Touristen in ein Hinterhof, wo Millionen von Touristen hinpilgern um Julias Balkon zu sehen. Da isser:

Und um die Chose so richtig auszuschlachten, dürfen Touristen für 8 Euro und einer langen Wartezeit auf diesen Balkon klettern und sich von der Masse feiern zu lassen. Aber schaut mal, Romeo hat seine Julia endlich erreicht!

 

Selbstverständlich gab es auch Romeo und Julia Souvenirshops, wo man wirklich alles käuflich erwerben  konnte, was man so wollte. Wir wollten nicht und beendeten unser Verona-Erlebnis.

Unsere Unterkunft befindet sich auf einen Berg, ziemlich übel bis gar nicht ausgeschildert aber wir fanden es trotzdem. Die Empfangsdame sprach kein Englisch (so erwartete ich es ehrlich gesagt erst in Kroatien) aber mit Händen und Füßen ging es irgendwie. Der Ausblick nach unten ist schon richtig cool, allerdings war nichts mit Ruhe, da 30 Italienier einen Geburtstag feierten… es lief heute einfach nicht richtig an. Dem Blick nach unten machte dies allerdings nicht hässlicher aber mit Idylle war heute Abend hier oben nichts:

Eigentlich wollte ich noch ein Panorama hochladen aber das Internet ist viel zu miserabel für solche riesen 9 MB-Dateien… Na Leute, wir lassen es heute dabei. Morgen ist ein neuer Tag. Nicht nur das, morgen fahren wir nach Kroatien. Die Anfahrt verläuft von Italien über Slovenien nach Kroatien. Da Kroatien noch nicht im Schengen-Abkommen ist, wird an der Grenze von Slovenien nach Kroatien gut kontrolliert und den weisen Tipp, so früh wie möglich an dieser Grenze zu sein, können wir leider nicht nachkommen, da Verona als Zwischenstopp für diesen kleveren Schachzug zu unklug war. Wir werden es morgen dann also erleben und irgendwann in Kroatien in der Stadt Pula ankommen, wo wir 3 Nächte verbringen werden. 

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