Una Nationalpark

Heute seht ihr zum letzten Mal auf dieser Reise Wasserfälle, unser heutiges Tagesziel war der Una Nationalpark in Bosnien. 

Beim Frühstück fühlten wir uns wie in Italien, da die kroatische „italienische Mama“ uns sowie die anderen Gäste bis zum abwinken bemutterte. Als sie hörte, dass wir heute einen Tagesausflug nach Bosnien machen, gab sie uns noch 2 Liter Wasser sowie ihre Telefonnummer mit. Wir sollten wenn etwas passiere unbedingt anrufen. Hm… wir wollten doch nur nach Bosnien.

Wir fuhren also über die Grenze, reisten brav aus Kroatien aus und wieder nach Bosnien ein und fuhren von da aus noch circa 45 min. Das Wetter verfinsterte sich minütlich und 15 min für unserer Ankunft begann der Regen. In Anlehnung unserer Irland- und Schottlandtrips fuhren wir heute streckenweise „single roads“ auf unbefestigten Straßen… unsere Mägen wurden gut durchgeschüttelt und als wir ankamen wussten wir erstmal nicht, ob wir überhaupt aussteigen sollte, da es noch recht heftig regnete. Aus den anderen Autos bzw. Kleinbussen stiegen wieder die Lieblinge unserer diesjährigen Reise aus, die Araber in Gruppen… Als der Regen nachließ zogen wir dann doch mal los und gingen den glitschigen Holzweg zu den Wasserfall runter.

Ich stellte mein Stativ zwischen den Arabern auf. Es ist nicht übertrieben aber 80% der Touristen waren Arabern und davon 60% verschleirte Frauen. Allgemein war hier schon relativ wenig Tourismus und naja, wir fühlten uns an mancher Stelle schon leicht fremd. Es war aber erträglich.

Also wie gesagt Stativ aufgestellt, Uli meine zweite Kamera in die Hand gedrückt weil ihre im Auto lag und alles soweit aufgebaut. Und hier ist das erste Foto wo das Wetter noch unschön war:

 

Aber weil wir brav beim Frühstück alles aufaßen, kam plötzlich die Sonne raus.

Nun gingen wir ein paar Meter weiter und sahen die Wasserfälle von dieser Perspektive.

Am Ende des Weges angekommen war es schon wieder 28 Grad und wir begannen uns schon an zu entspannen. 

Dieser Wasserfall heißt übrigens „Štrbački Buk“. Wir verbrachten hier mindestens 2h und wollten noch den „Martin“ also den Wasserfall „Martin Brod“ besuchen.

Also ließen wir das Restaurant links liegen weil wir zuvor ein süßes Teilchen von unserem Lunchpaket schnabulierten. Als wir nun zurückfuhren sahen wir nun wie die Gegend bei schönem Wetter aussieht. Nett, oder?

Hier geht die Natur schon in Richtung unseren letzten beiden Stationen Slovenien und Österreich.

Also gut, auf zu Martin! Ich war ein bisschen perplex, dass ich neben dem NP Eintritt wieder Eintritt bezahlen musste. 4 bosnische Mark sind 2 Euro aber mir hat es die Laune verdorben. Umso mehr war ich stinkig, dass dieses Geld nicht für die Sicherheit der Touristen angelegt wurde. Die unterste Treppe war sowas von locker, dass ich mit meinem linken Fuß durch diese Treppe unter die Brücke rutschte. Keine Warnung aber hauptsache „you must pay entrance“… War ich sauer! Ich wollte den blöden Wasserfall schon gar nicht mehr sehen aber die 2 Euro wollte ich nicht umsonst bezahlt haben.

Darf ich vorstellen? Das ist „Martin Brod“

Uli und ich hatten keine Lust mehr! Die Natur war so schön und unberührt aber nun war es soweit zurück nach Kroatien zu fahren. In die Treppe rutschten inzwischen auch andere arabische Touristen und nach diesem letzten Foto fuhren wir nun zurück zur Grenze.

Unterwegs hielt uns zur Abwechslung mal die bosnische Polizei an, die an jeder Ecke rumstehen. Uli verschlug es ihr Stimmchen als einer der beiden Polizisten erst auf Bosnisch und dann mit seinem Bröckchen Englisch fragte wo wir wie eingereist sind, wie lange wir hier sind und wann wir wieder wo ausreisen wollten.  Ich sprach mit dem Polizisten und da wir eh schon auf dem Weg zur Grenze waren und deutsche Pässe hatten, ließen sie uns passieren. 

Sonst passierte heute nicht mehr viel. In Kroatien angekommen probierten wir ein anderes Restaurant welches eigentlich schon eher gehoben war aber der Koch musste für Krankenhäuser gekocht haben. So hat mein Plilzrisotto mit frisch gehobelten Trüffel bei der Zubereitung kein Gramm Salz gesehen. Mit jeder Menge Nacharbeit war es dann aber doch recht lecker. Allerdings verfinsterte sich Ulis Miene sekündlich. Ihre Seafood-Pasta war so zerkocht und fad, dass sie nicht mal mehr gewillt war nachzusalzen… Kein besonders schöner Abschied von Kroatien und Bosnien aber es war ja nur Essen! 

Morgen geht es für 2 Tage nach Ljubljana und ich hab ehrlich gesagt kaum eine Vorstellung von Slowenien außer, dass es schon sehr österreichisch angehaucht sein wird. Aber ich freu mich schon drauf!

 

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