Tag 8: Wir brechen auf zum Ring of Kerry

Heute mussten wir Dingle schweren Herzens verlassen. Schweren Herzens wegen der megageilen Landschaft sowie auch wegen des grandiosen Frühstücks. Linn will Bilder sehen, also zeige ich Euch unsere heutige Wahl, die auch wieder schwesterlich geteilt wurde. Ich entschloss mich für die Eier mit Soße Hollandaise, eine vegetarische Version vom Egg Benedict. Naja, war schon mal lecker aber Eier mit Soße Hollandaise – warum macht man das? Und warum auch zum Frühstück? Das entzieht sich meiner Logik aber ich habs mal gegessen 😀

Eggs Florentine (Toasti, Spinat, pochiertes Ei, Soße Hollandaise und Schnittlauch)
Omelette mit Lachs und Creme Fresh

Gut, genug des Footblogs und los ging es in Richtung „Ring of Kerry“. Die Stimmung war gut aber längst nicht so ausgelassen wie sonst. Wir fuhren heute nur 1:30h und kamen dann schon am Killarny National Park an. Es war Wochenende und alles überfüllt, vor allem die Parkplätze. Dieser Park ist eher ein Paradis für Wanderer, was wir beide nun zweifellos überhaupt nicht sind. So entschlossen wir uns erst zu einem Wasserfall (Torc) zu fahren aber Pustekuchen, der Parkplatz war überfüllt und es warteten schon Autos auf wegfahrende Autos. Also ging es weiter zum Beginn des Ring of Kerrys, die Stelle hieß „Ladies View“. Wir steuerten einen Parkplatz an, der nur einen komischen Weg ins Tal bot. Wir wackelten diesen entlang und mussten etwas mit unseren muskelgeschwächten Beinchen kämpfen aber wir dachten nicht daran zurückzugehen. Sah sicher komisch für andere aus aber langsam wird es mir immer egaler was andere Menschen wohl denken mögen.

Ladies View a la Instagram 😀
„What a mauvelous view“ sagte einst eine Lady und fiel in Ohnmacht. Seitdem heißt dieser Ort „Ladies View“ Wir sind nicht in Ohnmacht gefallen, noch nichtmal hingefallen 😀
Der Regen begann dann auch wieder und ergab diesen mystischen Eindruck
„Behind the scenes“ bzw. Ulis Blick von ein bisschen weiter hinten bis ich da endlich mal wegging.

Weiter ging es dann zum „Mollys Gap“. Ich glaube diese Stelle lebte vom Café und vom Souvenirladen. Beide Stellen suchten wir auf, Fotos lohnten sich nicht wirklich. Auf dem Parkplatz angekommen, sahen wir von hinten wie uns ein Osteuropäer einparkte und gemütlich zum Café wackelte. Wir warteten kurz, da wir Urlaub haben und als er rauskam winkte ich dem Knaben zu, worauf er nicht reagierte und zu einem Aussichtspunkt ging. Eine kurze Zeit gönnte ich ihm aber er dann immer noch gemütlich in sein Handy reinschaute, platzte mir der Kragen! Ich ging zu ihn hin und gab ihm zu verstehen, dass er besser sein Auto SOFORT wegfährt bevor ich Bärenkräfte entwickle und diese Scheißkarre in das Tal werfe. Das saß und ging zu seiner Karre und fuhr weg! Meine Fresse, wenn man schon Autos zuparkt, dann kann man sich doch wenigstens beeilen! Knallkopf, mit einer hässlichen Traingsjacke noch dazu !

Unsere Stimmung war noch immer nicht ausgelassen, eher kaputt und kein Platz habend wir neue Eindrücke. Wir beschlossen erstmal ins Hotel zu fahren, aber erst noch an einem  Viewing Point rangefahren:

Und noch an einem schicken See:

UND dann kamen wir an diese Stelle des Wasserfalles vorbei. Am Parkplatz war wieder nichts zu machen. Google Maps zeigte mir noch einen Parkplatz mitten im Nichts an, also probierten wir unser Glück. Dort fanden wir einen Parkplatz und wackelten noch ganz fröhlich in Richtung wo alle hingingen. Tja, und plötzlich wurde der Weg zum moderaten Wanderweg mit vielen kleinen unebenen Treppen nach unten. Wir probierten erstmal unser Glück und dann kamen noch mehr dieser verfluchten Treppen. Über mich selbst wundere ich mich ja inzwischen immer weniger über aber Uli, die eigentlich Höhenangst hat bzw. Treppen weder hoch noch runter gehen kann wenn sie nach unten gucken muss, wunderte ich mich doch sehr. Sie wollte runter zum Wasserfall, also gingen wir den für uns sehr beschwerlichen naturstufigen langsam aber sicher genug runter. Ich frag‘ mich selbst aber jetzt wirklich auch woher ich den Mut genommen habe, da ich doch eigentlich eher von ängstlicher Natur bin aber nicht hinterfragen sondern am eigenen Mut erfreuen! Ich war ein bisschen schneller und sicherte mir unten angekommen ein Plätzchen für mich, mein kleines Stativ und eigentlich auch für Uli. Sie machte schon an anderer Stelle Rast um erstmal durchzuschnaufen und ich machte mehrere solcher Fotos, um schon für Yellowstone zu üben. Ich denke ich hab das Prinzip verstanden und bin bereit für die Riesenwasserfälle!

 

Dann machten wir noch Touribilder und beschlossen langsam und mit Pausen wieder nach oben zu gehen. Es war echt anstrengend aber es hat sich gelohnt. Es lohnt sich immer mal wieder aus seiner Komfortzone rauszugehen und etwas zu riskieren. Aber wir waren fertig mit der Welt.

Uli schmiss mich an der nächsten Tankstelle raus, um Proviant fürs Abendessen zu kaufen und den Müll zu entsorgen. Ich gehorchte brav und führte diese Aufträge ohne murren aus.

Nun sind wir am ultraschicken Hotel angekommen und ich denke gar nicht mehr daran heute rauszugehen, wenn unser Zimmer diesen Blick bietet:

Morgen fahren wir den Ring of Kerry ab und nun öffne ich mir eine Dose Cider und ruhe mich aus!

6 thoughts on “Tag 8: Wir brechen auf zum Ring of Kerry”

  1. Der Parkplatzmensch muss ein Troll gewesen sein. Hoffe ihr 2 Abenteuerinnen träumt schon schön von lieben Kobolden und Feen, langsam kommt bei euren Bildern märchenhafte Stimmung auf 😉 (ur schön sagen wir auch, genau – nochmal gesteigert ure schön;)!)

    1. Spinner gibt es überall aber vielleicht war es nur ein Träumer mit hässlicher Trainingsjacke 🙂
      Ja stimmt, märchenhafte Kulissen trifft es auch ganz gut. Irland ist einfach der Hammer, Viki!

  2. Danke fürs Umsetzen meiner kulinarischen Bild-Wünsche. Auch wenn ich nicht dabei sein kann. Nachkochen ist ja dann aber Pflicht, wa?

    Ich schließe mich Viki an, die Fotos haben etwas magisch-mystisches und ich beneide euch täglich um diese schöne und „bildgewaltige“ Reise.

    1. Kochen ja aber nicht pochierte Eier mit Soße Hollandaise – dann lieber mit Senfsoße zum Mittag- oder Abendessen 😉 Unser nächster Kochtermin steht eh schon und dazu organisiere ich uns Cider, nur Schafe und Kühe passen nicht in meine „kleine“ Wohnung!

  3. Jeden Tag auf’s Neue ist es eine große Freude, Euren Reisebericht zu lesen und sich von den Fotos verzaubern zu lassen! Danke, dass Ihr diese Mühe für u s auf Euch genommen habt… und: weiterhin gute und behütete Reise – Eure dankbaren Angelika und Jakob.

    1. Vielen Dank ihr zwei, wir sind auch dankbar an solchen schönen Plätzen sein zu dürfen und auch, dass ihr uns täglich virtuell begleitet. Liebe Grüße auch an Eure Kinder, besonders in diesem Fall der „Kleinsten“ Ich gebe Euch etwas von meiner bedingungslosen Zuversicht ab 😉

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