Tag 6 – von den Burren zur Halbinsel Dingle

Wie gestern angekündigt verließen wir heute unsere B&B in den Burren, um nach einer etwas längeren Autofahrt die nächsten 2 Tage auf der Halbinsel Dingle zu verbringen.

Wir ließen uns Zeit beim Frühstück und wagten den Versuch Porridge als wir am Nachbartisch sahen, dass dieser mit Milch zubereitet war. Im ersten Hotel wurde Uli mit Porridge überrascht welches nach einem Überbleibsel von der damaligen Hungersnot in Irland aussah. Heute wurde nur der Kaffee mit Wasser zubereitet und das Porridge mit Milch. So war alles in bester Ordnung! Aber genug vom Frühstück geschrieben.

Erster Programmpunkt des langen Fahrtages waren Ulis heißgeliebte Steine, die sie schon vor 2 Tagen sehen wollte, wir aber grandios daran vorbeifuhren. Damit ist sind „Poulnabrone Dolmen“ (das Loch der Sorgen) gemeint, die ich relativ öde fand aber vorbeifahren kostete ja erstmal nichts. So da ist er:

Wahnsinn, wa? Wie man auf der Linse erkennen kann, fing es an zu regnen. Es war dann plötzlich aber so eine dicke fette Schauer, dass wir nass bis auf die Haut waren als wir am Auto ankamen. Es war ALLES nass! Auch die Sohle meiner Schienen! Mann oh Mann! Da die Koffer im Auto waren, haben wir uns dann im Auto wie Schlangenmenschen umgezogen. Uli suchte plötzlich im Auto sitzend die Autoschlüssel. Nix war zu finden. Ich suchte hinten im Kofferraum – nix! Dann ging Uli noch mal in den Kofferraum und ratet wo die Schlüssel waren? Auf IHREM Sitz! Argh! Wie können Geschwister nur so verschieden sein?! Aber die gemeinsamen Krankheiten sind Beweis genug, dass wir wirklich Schwestern sind.

Trocken und lachend über diese Situation ging es nun mit einem Zwischenhalt in einem Supermarkt für circa 3h im Auto auf die Halbinsel Dingle – laaaaangweilig!

Die Highlights begannen heute erst am Nachmittag. Unser erster Stopp war ein wunderschöner Strand, wo es soooo windig war, dass einem Mann sein Zelt weggerissen wurde. Das sah lustig aus, wir er dem Zelt hoffnungslos hinterher lief. Rettung waren Passenten, denen das aufgebaute fliegende Zelt quasi in die Arme fiel. Gegenüber der gestern bei den Cliffs of Moher gefühlten Windstärke 80, sagte mein Gefühl an diesem Strand Stärke 60 😀 Wir liefen und liefen und der Wind peitschte uns um die Ohren und den ganzen Körper – absolut großartig und hier nur 3 Fotos davon:

Anschließend fuhren wir in Richtung Connor Pass und bogen spontan beim Abzweig „Brandon Point“ ab, welchen wir in Single Track Manier 10 km nach oben entgegenfuhren. Auf dem Pass nach oben boten sich schon wunderschöne Blicke auf einen weiteren Strand aber hier oben waren wir nun am Ende der Welt angekommen. Hier „klettere“ ich allein auf die Landzunge und war glückselig.

Auf diesem Weg ging es dann noch ein Stückchen weiter nach oben. Eigentlich sollte für Muskelkranke wie wir es sind hier Stopp gewesen sein aber wozu gehe ich 2mal pro Woche Krankengymnastik und trage Hightech-Schienen, um meine Füße zu heben? 😉

Von hier oben boten sich diese schönen Blicke, von denen wir uns eigentlich gar nicht mehr trennen wollten.

Es war unbeschreiblich ruhig und wunderschön hier oben! Ich kann es nicht in Worte fassen!

Nun ging es noch glückseliger weiter auf den Connor Pass, der aufgrund der engen Straßen nur für Autos erlaubt war. Das traf sich gut, da wir ja eins fahren und Uli Lust auf die Strecke hatte. Es gab zwei Viewing Points. Das war der erste:

 

Und nun waren wir auch am Viewing Point Nummer 2 angekommen:

Auch diese Blicke waren ein Fest für unsere Augen. Wenn es nicht so windig gewesen wäre, wären wir sicherlich immer noch an einem dieser Orte. Von hier ging es dann aber noch die 10 min ins Dörfchen „Dingle“ wo wir die nächsten 2 Tage nächtigen werden. Darf ich den Ausblick unseren Zimmers vorstellen:

Nach kurzer Rast liefen wir den langen Weg in das Dörfchen hinein, damit Uli auch einen Cider trinken konnte. Nach weniger als 10 min waren wir dann im Pub angekommen. Uli wählte ein sehr leckeren Cider, ich nur einen Leckeren. Nun weiß ich welchen ich  dann morgen und den Rest der Reise ordern werde. Essen gab es auch aber von Fotos dieser Art verschone ich Euch gönnerhaft.

Es gab nebenan so einen tollen Eisladen aber es passte nichts mehr in unsere Mägen. Morgen dann aber ganz sicher!

Wir haben heute nach einer langweiligen Fahrt so tolle Szenerien gesehen und sind sehr dankbar dafür!  Falls ihr mal in Irland sein solltet, dann empfehle ich Dingle und den Brandon Point unbedingt! Es gibt kaum etwas schöneres. Das war mein Wort zum Donnerstag 🙂

 

 

 

2 thoughts on “Tag 6 – von den Burren zur Halbinsel Dingle”

  1. Wie schön, dass ihr nicht davongeweht wurdet und einen schönen Tag hattet. Und zum Regen: Jetzt wisst ihr ja, wie es hier war. Lasst es euch weiterhin gut gehen!
    Liebe Grüße von Linn, die doch lieber sie selbst bleibt , wenn es schon keine Elefanten gibt. (Kuh oder Schaf sind doch zu öde, denn da steht man ja nur in der Gegend rum.)

    1. OK, dann kommst Du mit nach Südafrika oder Namibia. Auf Dingle ein Schaf zu sein muss ein toller Job sein. Ich würde glatt tauschen!
      Danke Dir Linn 🙂

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