Tag 5 – den ganzen Tag nur Klippen

Ich sags Euch klipp und klar: Hauptschauspieler an diesem Tag waren Klippen! Auch der Name „Wild Atlantic Way“ machte seinen Namen aller Ehren – heute war es bis zum Ende rauh und windig aber irgendwie war es cool.

Wir planten heute erst beim Frühstück was wir mit den lieben langen Tag anfangen sollten. Heraus kam eine über 4:30 stündige Strecke mit einem Blumenstrauß von Klippen an allen Ecken. Fahrerin Uli kommentierte das Tagesziel mit „Wer viel sehen will, muss viel fahren!“. Mein kleines Veto war zu erst den touristischen Teil der Cliffs of Moher abzuarbeiten, um dann anschließend ins Outback zu fahren, um möglichst wenig Menschen zu begegnen. Auch das wurde akzeptiert und wir machten uns auf dem Weg!

Auf dem Parkplatz der Cliffs of Moher war es noch recht leer dennoch ging man in Menschenscharen in Richtung dieser Klippen. Da wir pro Nase 6 Euro dafür ausgaben, gaben wir uns diesem Sport also hemmunglos hin und versuchten so nah wie möglich an die Klippen heranzukommen. Tja, und da begannen die Probleme, denn es war nicht nur windig sondern nach meinem Gefühl Windstärke 80. Nachdem wir teilweise durch Matschepampe liefen, war der Wind an einer bestimmten Stelle so stark, dass wir uns nur mit Festhalten fortbewegen konnten. „Alter Ire“, war das anstrengend. Hier nun ein Bild von relativ naher Entfernung:

Uli wollte dann irgendwann schnell wieder zurück ins Sichere. Ich überlegte keine Sekunde und zurück ging es dann in Scharen. An einer kritischen Stelle stand ein Typ an der einzigen sicheren Stelle und schrie die ganze Zeit „It’s slippery, It’s slippery“ und bewegte sich keinen Meter, um auf Menschen aus der Gegenrichtung zu warten die eventuell seine Hilfe benötigen konnten. Ich war irgendwann kurz davor den Typen in den pazifischen Ozean zu werfen aber dafür reichten meine Kräfte nicht mehr aus 😀

Dann an der Plattform wieder angekommen, machten wir einige Tourifotos. Ich verschone Euch heute mit unseren Gesichtern und zeige nur ein Foto von den nun etwas weit entfernteren Klippen.

Wir verbrachten im Nachhinein 1,5h bei den Cliffs of Moher. Kann man machen, muss man aber nicht, denn wenn man nur circa eine Stunde weiterfährt, erreicht man völlig ursprüngliche und voll zugängliche Klippen. Der Bonus dazu noch waren ersten wieder Single Tracks und dementsprechend wenig Menschen. Diese Klippen heißen „Cliffs of Kilkee“. Am ersten Parkplatz rutschte ich aus und saß plötzlich im Gras. Uli sah mich nicht fallen und fragte mich nachdem sie mich dort vorfand warum ich denn wohl im nassen Gras sitze. Hm… sie hätte mir auch hoch helfen können aber immerhin bat sie mir dann im Auto einen trockenen Pullover an, auf dem ich mich mit meiner durchnässten Hosen sitzen dufte. Manchmal sind Taten mehr als Worte. Hier aber nun die Bilder vom ersten Parkplatz:

Dieser Weg, wird kein leichter sein….

 

Ein paar Kilometer weiter wurde es dann noch ursprünglicher und wir liefen wie Kühe auf dem nassen Gras und staunten nicht schlecht. Hier fiel ich dann übrigens nur beinah vor dem Parkplatz 😀

Unser nächstes Ziel waren nun die „Bridges of Ross“. Früher waren es noch 3 Felsbrücken aber nun ist nur noch eine übrig.

Wer hier nicht winkt, ist nicht über diese Brücke gegangen.

Hier wanderten wir auch noch ein bisschen durch die Gegend und bestaunten das ganze Naturspektakel.

Der letzte Stop war ein Leuchturm, welcher recht unspektakulär war aber man sah zum Abschied wieder die Klippen.

Nun hatten wir also den ganzen Tag Klippen gesehen und machten uns dann gegen 16 Uhr auf den 2 stündigen Heimweg. Nur eine Kuhherde hatte kurzzeitig etwas dagegen und versuchte uns noch ein paar Minuten aufzuhalten. Aufgrund der Menge der Kühe und derer Menschen, warteten wir einfach bis sie uns passieren ließen. Das ist hier eben Irland 😀

Eine halbe Stunde vor unserer B&B kehrten wir noch in eine Gaststätte ein, wo es fabelhaft schmeckte und ich rein gar nichts auszusetzen hatte. Ich war verwundert aber meine Freundin Jessica erklärte mir dann aus Deutschland, dass dies dann wohl Zufriedenheit wäre…  Sie hätte diesen Begriff im Lexikon gefunden…

Morgen fahren wir weiter zur Halbinsel Dingle und schauen dann mal, ob wir den Delfin „Fungie“ dort antreffen werden.

4 thoughts on “Tag 5 – den ganzen Tag nur Klippen”

  1. Das virtuelle mit euch Mitreisen ist ein echtes Vergnügen und der Blick in deinen Blog ein Highlight jeden Abend. Beeindruckende Impressionen und erfrischende Texte auch heute wieder- so schön habt ihr es!
    Herzliche Grüße aus dem verregneten Wien, trinkt bitte einen Cider für mich mit, oder 2 .. 😊, Viki

    1. Machen wir Viki! So kannst Du Dich schon gut auf Deinen Urlaub eingrooven und ich prophezeie mal, dass die Impressionen ab heute noch beeindruckender sein werden. Danke fürs virtuelle Mitverfolgen und halt‘ die paar Tage bis zu Deiner Pause noch gut durch 🙂

  2. Im ersten Teil habt ihr beiden Fotografinnen aus Berlin richtiges Kaiserwetter.
    Superschöne Landschaften auf den Fotos – muss paradiesisch sein.
    Die Single Tracks erinnern mich übrigens an eine Zeit vor 20 Jahren als wir in
    Familie durch Wales fuhren.
    Beste Grüße

    1. Zwei kleine Korrekturen Mutti, die Hälfte der Reise ist erst am Samstag beendet und die Fahrt durch Wales war erst vor 17 Jahren 😉

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