Tag 1 im Yellowstone NP

Auf das Aufwachen freuten wir uns ja gestern schon besonders, denn heute durften wir ohne eine Weltreise zu machen in den Yellowstone National Park hineinfahren. Wir waren dank des Jetlags ohne Wecker 4:30 Uhr wach und genossen unser Frühstück in der Frühstückslobby „amilike“ so gegen 6:30 Uhr. Hier sind die Gruselfotos für Linn:

Frühstücksvariation 1
Frühstücksvariation 2

Während wir beim Frühstück saßen, wurde der Regen schon zu Schnee und so begann heute offiziell der Winter. Eigentlich wäre es nun gerechtfertigt Weihnachtsprodukte in die Supermarktregale aber solch eine Tradition wie bei uns gibt es hier ja eher nicht.

Wir tankten bzw. weihte ich Jessie in die Welt des amerikanischen Tankens ein. Man steckt hier die Kreditkarten in die Tanksäule, gibt eine Postleitzahl ein und legt los mit dem Tanken. Allerdings werden   die deutschen Kreditkarten nie akzeptiert, weswegen immer einer mit seiner Kreditkarte in den Shop laufen muss und einen Betrag angeben muss. Dann wird die Tanksäule freigegeben und der Durst des Autos wird dann gelöscht. Aufgrund unseren Verzögerungen wurde die Schlange immer länger aber wir beeilten uns ja schon.

Im Yellowstone NP angekommen, sprang uns schon der erste Elch vor der Moterhaube. Eigentlich waren es 2 aber so muss man erstmal reagieren.

ein Elch!

Es schneite immer mehr und die Sicht war ziemlich eingeschränkt, wie man es bereits am ersten Haltepunkt erkennen kann.

Das Gefühl war eher gemischt. Einerseits gehypt mit beginnender Weihnachtsstimmung und andererseits etwas verhalten weil wir nicht wussten wie wir mit dem Wetter umgehen sollten.

Da die Straßen zunächst nicht geräumt waren, haben wir ein paar Haltepunkte auslassen müssen und begannen am Parkplatz des „Grand Prismatic Spring“.  Frohen Mutes strebten wir den Weg zum „Grand Prismatic Spring“ an aber bemerkten es relativ schnell, dass es teuflisch glatt war. Da es zudem auch immer noch schneite, schlitterten wir ein bisschen durch die Gegend und aufgrund meiner Angst hinzufallen war das Fotografieren nicht ganz so ein Vergnügen. Der Weg zum eigentlichen Highlight war uns dann nicht mehr so geheuer, weswegen wir dann zurück zum Auto schlitterten. Aber hier sind noch 3 Fotos von diesem Aussichtspunkt.

Die Weiterfahrt bis zum „Biscuit Basin“ war sehr kurz. Hier schien das Laufen etwas leichter zu sein aber es schneite immer noch. Darum blieb die große Kamera vorerst im Rucksack. Nach einer Weile klärte sich der Himmel auf und plötzlich sah das Stückchen Erde richtig krass aus. Unsere Stimmung erhellte sich auch. Ich sagte dazu „Wenn das die einzige Sonnenstunde des Tages ist, dann hat sich dieser Tag allein deswegen gelohnt“. Und ich knippste, knippste und knippste.

Scheinbar war meine Eingebung richtig, da das in der Tat die wettermäßig die schönste Stunde des Tages war. Wir fuhren nun zum Old Faithful Geysir wo es auch viele Gift Shops, Cafés und ein Infocenter gibt. Es schneite wieder oder immer noch also nichts wie rein in die Geschäfte und dann ins Infozentrum. Hier erblickten wir, dass die Ausbuchszeit des Old Faithful Geysirs in Kürze beginnt. Wir saßen dann wie die anderen Touris auf einer Bank und beobachteten das Spektakel. Jessie filmte das auch mit aber da ich mich mit Videos nicht auskenne, bin ich mir noch nicht sicher, wann ich Euch einen Ausschnitt zeigen kann. Ich reiche das nach. Nun hier aber 3 Fotos davon.

Es machte sich nun Hunger und Kältegefühlt breit und Überraschung, es fing wieder an zu schneien. Teilweise auf glatten Boden, schlitterten wir erst in ein Gift Shop wo meine Reaktion auf ein Foto so eindeutig war, dass Jessie mir es direkt zum Geburtstag kaufte und es mir ganz erwachsen schon vorfristig überreichte. So ein Foto würde ich selbst nämlich als Schisser vom Dienst nämlich nie machen 😀

Dann aßen wir in einem Restaurant welches allerdings nicht sehr gut war und danach schneite es dann umso heftiger, so dass wir uns im Gift Shop erneut Zeit nahmen. Hier wurde uns nun bewusst, dass bis auf 3 Straßen inzwischen alle gesperrt sind 🙁 Zum Glück fuhren die an von uns vorausgesuchte Plätze aber ein paar Abstriche müssen wir schon machen. Da es immer mehr und mehr schneite legten wir auch ein weiteres Ziel auf Eis und fuhren zurück.

Naja, bis wir plötzlich in einen Stau gerieten. Wir rätselten ewig hin und her was da wohl los war und seht mal was hier der Grund war:

Auf dem „Heimweg“ entstand noch dieses Foto.

Wir machten noch Stopp an einem kleinen Supermarkt wo ich mir was „ekliges Amerikanisches kaufen wollte, was es in Deutschland nicht gibt“ Der Laden war zwar klein aber häufte sich von diesen gewünschten Produkten. Allerdings war ich nicht mehr in der Lage Entscheidungen zu treffen und entschied mich wir eine süße Mangobrause (ieeehhh) und ein TK-Mikrowellengericht (kann ich noch nicht bewerten aber ich geh mal vom schlimmsten aus :D)

Nun gönnen wir uns ein bisschen Zeit zum Ausruhen im Hotelzimmer!

Hoffentlich wird die Sicht morgen etwas klarer als heute, vielleicht mal 2h Sonne? Wir schauen mal!

Ziemlich krass alles. Gestern fuhren wir im T-Shirt von Salt Lake City zum Yellowstone Park, wo seit heute tiefster Winter herrscht. Ein schöner Indian Summer und eher sommerliche Temperaturen stehen uns auch wieder bevor. Kein Wunder, wir sind nun beide erkältet! Diese Temperatursprünge und Flüge erklären das aber irgendwann gehts auch wieder weg.

Bis morgen!

2 thoughts on “Tag 1 im Yellowstone NP”

  1. Hallo Bine,
    das ist ja der absolute Wahnsinn!!! Ich bin mir sicher, dass die Aussicht, die geniale Landschaft und das Schneetreiben euch/ dich für die gruseligen Menüs entschädigen werden. Hier schneit es zum Glück noch nicht. Ich hoffe es wird für euch wieder etwas wärmer und du kannst besser Fotos machen. Mir gefällt es schon jetzt. Im Warmen sitzen und Bilder gucken – so soll es sein. Alles Gute weiterhin! LG Linn

  2. Ihr Lieben Abenteurer, da bleibt uns ja beim Lesen und Betrachten der Atem stocken vor Bewunderung aber auch Mitleid im Blick auf die Wetterkapriolen und die daraus resultierenden Herausforderungen.
    Wir sind total gespannt auf die nächsten Berichte und wünschen Euch besseres Wetter und unfallfreie Fahrten und Wanderungen. Liebe Grüße von Angelika und Jakob.

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