Seattle Downtown

Heute morgen sind wir nun also mit Cousine A. auf der Fast Lane mit dem Auto nach Seattle reingefahren. Sie konnte durch die Fast Lane eine Stunde länger schlafen und wir mussten uns nicht durch den Verkehr einer unbekannten Stadt quälen. Es regnete heute früh, was für Seattle ziemlich typisch ist und aufgrund des schlechten Wetters ist hier die Selbstmordquote größer als sonst irgendwo sonst hier in der USA. Wir dachten es sei eine Legende aber das stimmt wohl. Allerdings war das in dem Fall der erste Regen nach 3 Monaten aber Ausnahmen gibts ja immer. So ist in Seattle nicht umsonst der Grunge entstanden. Kurt Cobain ist ja ziemlich jeden bekannt.

Auf dem Weg unterhielten wir uns über das Krankheitssystem von der USA, was eigentlich nur existiert wenn man verheiratet ist und beide arbeiten. Wobei das auch wieder abhängig ist wo man arbeitet. Das Krankensystem hängt ihr nur von deiner Arbeitsstelle ab und sobald man in Rente geht und dein Partner auch nicht mehr arbeitet, hängst du in ein System, welches nicht mehr Krankensystem zu nennen ist. Davon ist Deutschland noch sehr weit entfernt und dieses System erklärt warum Amerikaner (vorzugsweise in meiner Firma) so arbeiten wie sie arbeiten. Nach einer Stunde kamen wir an der Universität von Washington an, wo Cousine A. arbeitet um uns auch kurz Ihr Office und den Campus, an dem sie arbeitet zu zeigen. Ebenso erhielten wir eine Art Scone, von einem Uni-Stand in die Hand gedrückt, welchen wir so noch nie gegessen haben. War sehr lecker und ultranett von Cousine A. Ein wenig später trauten wir uns nach Downtown, um die Tipps von Cousine A. in Seattle abzuarbeiten. Wir beide erwarteten nicht viel weil wir amerikanische Städte bereits kennen aber das war gut so.

Erste Station war die Pionier Square, die ganz hübsche Häuser bietet. Als wir ausstiegen erwarteten uns erstmal so viele Obdachlose, genau wie ich das in LA erlebt habe. Dreckig, bepackt mit all derren Hab und Gut…. genau die in das soziale System schon lange nicht mehr reinpassen.

Ebenso auffällig war der Duft von Gras in der halben Stadt. Ein komisches Bild gab eine Szene ab, als ein zottliger Mann mit einer angezündeten Tüte an der Haltestelle stand. Plötzlich kam eine recht gut angezogene Dame in Erscheinung, die eigentlich hätte vorbeigehen müssen. Doch sie blieb vor diesem Mann stehen, der ihr die angesteckte Tüte reichte… skurril. Wir lernten später, dass Grass kaufen und rauchen legal im Bundesstaat Washington ist.

Wir schlenderten also in Richtung „Pike Place Market“, welches „einfach“ eine Markthalle mit mehreren Ebenen ist. War ganz interessant, weil es neben Marktständen auch kleine Geschäfte mit Dingen gab, die ich mir im Leben nicht als Geschäft hätte vorstellen können.

Die Bilder sind heute übrigens rein gar nicht bearbeitet, weil ich sonst nie fertig werden würde aber es geht hier ja auch nur darum den Eindruck zu vermitteln was wir hier so erleben.

 

An dieser Stelle befindet sich übrigens auch das erste Starbucks Cafe weltweit, welches hier gegründet wurde. Die Schlange hat uns davon abgehalten uns durch anzustellen, da der  Kaffee dort auch nicht anders als in anderen Läden dieser Kette schmeckte. Aber wir waren da und haben es gesehen:

Seattle hat genau so krasse Hügel wie San Francisco. Puh war ich außer Atem aber wir gingen weiter in Richtung Space Needle…

Natürlich sind wir hoch zur Space Needle gefahren, um Seattle von oben zu sehen. Jessie reichte eine Umdrehung der Plattform wohingegen ich sicherlich 3mal rumgelaufen bin, obwohl es laut Jessie dort wohl arg schwankte. Aber hey, cool, dass sie trotz mulmigen Gefühl mit hochgekommen ist. Hier ein paar Eindrücke des Ausblicks.

Nachdem wir hier fertig waren und kurz durch den Gift Shop schlenderten, machten wir uns direkt auf zum benachbarten Ziel, dem Glasmuseum „Chihuly“. Diese Kunst fanden wir beide sehr beeindruckend.

Leider waren die Ausstellstücke zu groß um sie für zu Hause in die Tasche verschwinden zu lassen. Danach gingen wir noch ins Glashaus und in dem Garten, neben der Space Needle.

Nun machte sich langsam Hunger breit und die Lust war jetzt auch nicht mehr so da, da uns die Stadt uns beide sehr anstrengte. Mag komisch klingen wir 2 Menschen, die in Berlin wohnen aber fremde Städte sind anstrengend und seit einer Woche sind wir eher in der Natur zu finden, wofür die USA auch ja sehr bekannt ist.

Wir fuhren zu einem Einkaufszentrum, welches keine geeigneten Geschäfte für uns bot, weswegen wir uns an einem Stand außerhalb einen „Seattle Hot Dog“ kauften. Schmeckte sogar recht gut und war MIT Salat. Der Clou waren aber die beiden Jungs am Stand, die neben des Zubereiten der Hot Dogs Schach spielten. Sie ließen sich sogar fotografieren, weil Jessie nach dem Essen die beiden Jungs um Erlaubnis fragte.

Die Gegend war dort eigentlich noch recht entspannt und man trifft dort auch ein paar Fahrräder an.

Dieses Foto gehört leider auch zum Stadtbild von Seattle.

Nun fuhren wir wieder zurück zur Uni, wo wir dann später wieder mit Cousine A. zurück „nach Hause“ fuhren. Da wir ein wenig zu früh waren, wartete wir unten im Eingangsbereich. Also Cousine A. davon Wind kriegte, holte uns dann plötzlich ihre Chefin, die Dekanin ihrer Fakultät, dort unten ab weil wir auf keinen Fall unten warten sollten. Für uns Deutsche war es logisch, dass wir Cousine A. bei der Arbeit nicht störten aber in der USA ist die deutsche Tugend nicht immer ganz so passend. So machten wir noch Bekanntschaft mit ein paar Kollegen und fuhren anschließend wieder auf der Fast Lane zurück zum Wohnort der lieben Cousine A.

Nach einem gechillten Abendessen und Weinchen beenden wir nun den Tag mit einer Menge von Eindrücken.

4 thoughts on “Seattle Downtown”

  1. Hallo nach Seattle! Das hört sich ja nach einen tollen Tag an. So viele Eindrücke. Die machen bestimmt müde und hungrig! Interessant, dass man dort so viel Gras raucht. Das wusste ich nicht. Scheint aber wohl kein Drama zu sein. Habt ihr das etwa auch genossen???? 😉 Viel Spaß weiterhin. (Ob mit oder ohne Gras…. und Passiv-Rauchen soll ja auch ne Wirkung zeigen…angeblich…. )

  2. Das klingt doch wunderbar. Von der Dekanin abgeholt zu werden, das schafft auch nicht jeder. Liebe Grüße an euch zwei Mutige.

    1. Hi Uli, ja vor allem sah sie nicht mal aus wie eine Dekanin 😉 Die Arbeitswelt in der USA kann man wirklich nicht mit der Deutschen vergleichen. Grüße zurück, Bine

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