Plitvicer Seen

Warnung: heute gibt es Fotos bis zum Abwinken!

Heute klingelte kurz nach 7 Uhr bereits der Wecker, da wir 7:30 Uhr frühstücken wollten, um so früh wie möglich an den Plitvicer Seen einfahren konnten. Die Freundlichkeit der Gastgeber ist einzigartig. Wir durften uns sogar Lunchpakete für den Tag über zusammenstellen. Die Gastgeber kam an alle Tische und „befahl“ alle mehr mitzunehmen und zu essen, wie in Italien! Sehr nett. Falls mal jemand eine Unterkunft an den Plitzvicer Seen benötigt, dann diese!

So und nun die Hauptfrage, lohnen sich die Plitvicer Seen, trotz der Massen an Touristen, die dort täglich reinströmen? Eindeutig ja! Vom Stil verglich ich es als Gran Canyon Europas. Das soll kein bloßer Verglich sein, sondern der Wow-Effekt an jeder Ecke und ich finde, das muss man unbedingt gesehen haben! Die Gastgeberin meinte, dass sich die Plitvicer Seen besonders im Oktober lohnen. Das schreibe ich mir auf meine To-Do-Liste. Dann sind da weniger Menschen und das Laub färbt sich, so dass es dort sicher noch geiler aussieht.

Aber nun erstmal von vorne! Wir kamen gegen 8:30 Uhr am Parkplatz an als unsere Münder schon offen standen. Das olle Ding war schon sowas von voll! Alter Schwede! Wir fanden ein schönes schattiges Plätzchen und liefen zum Eingang. Was man noch dazu sagen muss und wirklich sehr frech ist, dass man zusätzlich zum Ticket, was mal eben von 180 Kunas (24€) auf 250 Kunas (37€) angehoben wurde noch den Parkplatz (1€ die Stunde aber nicht mehr als 10€ pro Tag) zahlen muss. Bei den Menschenmassen können sie es sich leisten und man stirbt nicht daran das zu bezahlen aber das ist echt schon dreist!

Am Eingang angekommen standen wir uns an die bereits große Schlange an, wie gesagt kurz nach 8:30 Uhr…. also ja, um es vorwegzunehmen es ist sauvoll und richtig genießen kann man das Gebiet an manchen Stellen dadurch wirklich nicht wenn man bedenkt, dass man eigentlich in die Natur geht um Ruhe zu finden. Hier ist es nicht ganz so. Wir bezahlten den Eintritt und gingen los. Unsere erste Blicke erfreuten unsere Augen schon sehr!

Wir entschieden uns übrigens für das Besichtigungsprogramm C. Man geht zu erst an den unteren Plitzvicer Seen vorbei. Die großen Wasserfälle gehören nicht dazu, aber wir zogen dafür mit der Menschenmasse mit und verließen die Strecke C kurz. Hier ist der Sammelpunkt der Asiaten, die scheinbar danach wieder in den Bus steigen, da man sie im ganzen Gehege danach nicht mehr sieht. Ich suchte mir ein freies Plätzchen, wo mir natürlich eine Asiaten direkt vors Stativ lief und auf dem Wasserfall auf ein Foto erschien. Die Dame hätte auch andere Wege gehen können aber scheinbar hat sie gespürt wie ich von asiatischen Reisegruppen genervt bin. Aber egal, das ist schnell vergessen weil es eben so ist. Das ist der große Wasserfall:

 

 

Nun gingen wir wieder zurück auf unser Besichtigungsprogramm, den unteren den Plitzwicer Seen.

Hier machten wir nun einen entscheidenden Fehler und zwar bogen wir in irgendeine Höhle ab, die für uns schon fast die Hölle war. Mit Wanderstock bewaffnet, machten die Leute aber schon immer Platz, was ein positiver Nebeneffekt ist. 

Und plötzlich standen wir wieder am Ausgangspunkt! Aber dafür konnte ich dieses richtig gelungene Foto von oben schießen. Es hat eben alles sein Gutes:

Da wir gerade mal 1h unterwegs waren, gingen wir den Weg vom Anfang nochmal ab und bogen beim zweiten Versuch richtig ab. 

Wir liefen im Gänsemarsch über das Wasser auf den tollen Holzpfaden und überall war Wasser. 

Weil ich mich aufs Gehen konzentrieren musste, habe ich irgendwann meine Kamera auf Programmautomatik gestellt. Meine Fotografenehre ist damit zwar beschmutzt aber manchmal muss man Prioritäten setzen. Ich kann sie dann später im richtigen Format noch so bearbeiten weil die Automatik schon so zaubert, dass man am Ende keine verwackelten Bilder hat. Den Rest kann man dann später nachbearbeiten.

Nun kamen wir am See „Kozjak“ an, wie uns ein solarbetriebenes Bötchen zu den oberen Seen brachte. Wir standen allerdings circa 45 min für eine Mitfahrgelegenheit an bzw. ich stand an und Uli besorgte uns noch Getränke. Die Fahrt an sich war unspektakulär aber wir saßen mal 😉

Nun begannen die kleineren Wasserfalle aber sie waren wirklich überall!

Ab und zu bildete sich vor den größeren Wasserfällen ein Stau. Der Stau für diesen Wasserfall war am längsten:

Weiter ging es über Stock und Stein.

Langsam wurden unsere Pausenfrequenzen immer kürzer und die Wege wurden anstrengender. Manchmal bleib ein Stock in eine Rille auf den Holzweg stecken und es gab Strecken, wo kleine Treppchen ohne Markierung auftauchten. Teilweise war es echt blöd für uns aber Augen auf und durch. Wir gaben heute alles. Man sagt ja eigentlich im steigenden Alter kann man bei unserer Erkrankungen körperlich weniger machen aber bei uns scheint das ins Gegenteil abzutriften. Heute war Wanderstockpremiere und ich frage mich, warum wir das nicht schon eher so gemacht haben. Wo wir schon alles umgekehrt sind, weil wir keinen sicheren Gang mehr hatten. Das Stöckchen gibt Sicherheit und erspart jede Menge Kraft. Wir werden definitiv eher mehr als weniger machen.  

Hier der Teil wurde dann richtig arschig und wir hielten sicherlich ein paar Menschen hinter uns auf. Die Energie verschwand und wir sehnten uns inzwischen auf ein Ende des Wanderweges.

Und siehe da, wenig später kamen wir nach inzwischen 7 Stunden unterwegs an der Busstation an die Besichtigungsprogramm C  dann nach einer Fahrt nach unten beendete. Wir waren kaputt aber wirklich sehr glücklich uns das zugemutet zu haben. Würden wir es wieder tun? Klar, aber ich denke morgen werden wir jammern. Unsere Handys sagen wir sind heute ungefähr 18 km gelaufen und die Füße schmerzen jetzt schon wie Hölle! Aber Wurscht, wir sind stolz auf uns und haben dieses wunderschönes Fleckchen Erde gesehen und bewandert. Die vielen Menschen stören schon an den meisten Stellen aber wenn man Ruhe sucht, geht man nicht in den Sommerferien hier her!

Es war ein arschgeiler Ausflug heute. Danach gingen wir noch in das gestrige Restaurant essen, wo ich nochmal das gleiche Gericht wie gestern verputzte. Die Sonne war heute auf unserer Seite. 1 min vor Ankunft im Hotel fing es leicht an zu regnen. Wir waren grad noch trocken ins Zimmerchen (die Verniedlichung bedeutet nicht, dass das Zimmer klein ist ;-)), fing der Regen und ein Gewitter an. Danke lieber Wettergott!

Nun ist erstmal Entspannung angesagt. Morgen holen wir uns die Ruhe wieder in Bosnien, was noch sehr nah hier dran ist. Wohin es geht, verrate ich aber erst morgen. 

 

 

 

 

 

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