Olympic National Park im Asia Style

Der Wecker klingelte sehr früh, da wir heute die Mission „Olympic National Park an einem Tag“ zu erkunden erfüllen wollten. Das ist aufgrund der Größe und Vielfältigkeit eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit oder schaffen nur Asiaten aber unsere Zeit ist ja auch begrenzt.

Kurz nach 6 Uhr versammelten wir uns in der Küche und schmierten uns USA-like Bagels für unterwegs und erhielten unseren Kaffee in Thermobechern. Die Gastfreundschaft der Cousine A. ist wirklich sagenhaft und hätte man sich toller nicht wünschen können.

Nun fuhren Jessie und ich Mietwagen durch den Berufsverkehr zur Fähre, die uns auf die Halbinsel, auf der sich der Olympic NP befindet. Der Name der Fähre war „Walla Walla“ und komischerweise stiegen die Amerikaner aus ihren Autos nicht aus weswegen der Sitz- und Außenbereich wie austorben war.

Nach kurzer Fahrt fuhren wir erstmal nach „Port Angeles“ um uns Infos einzuholen. Die Dame an der Touristeninfo guckte verdutzt als Jessie meinte „wir wollen heute Wasserfälle, den Regenwald und Strand“ sehen und so nahmen wir alles an hilfreichen Tipps an und fuhren los.

Unser erster Stopp war am Zipfel von Lake Crescent, an welchem wir eine kleine Wanderung zum Marymere Wasserfall machten. An manchen Stellen merkte ich meinen Muskelkater so sehr, dass ich mich irgendwie hochzog und hoffte anzukommen. Das sind dann die Begebenheiten wo man sich eingestehen muss, dass der Körper eben nicht wie bei „Normalos“ funktioniert. Aber ich handle meistens nach „gucken was geht und ein vereinzelt weit über Grenzen gehen hat noch nie geschadet solange man einigermaßen sicher ist“. Die Bäume hier waren riesig. Die Fotozeit war aufgrund der langen Anfahrtzeiten und der vielen Vorhaben etwas begrenzt aber schaut was uns da erwartete.

Unten wieder angekommen machten wir einen 3 Minuten Stopp am See und bestiegen unser Auto wieder.

Aufgrund vieler Baustellen kamen wir nicht so schnell voran wie eigentlich gewünscht und alle Haltebereiche für den hübschen See waren wegen einer Riesenbaustelle nicht benutzbar. Also fuhren wir zum nächsten Highlight – dem „Sol Duc Fall“. Hier wanderten wir auch 1,6 Meilen hoch und anschließend wieder runter um ihn zu sehen:

Auf dem Rückweg trug Jessie mein Stativ und ich mich leider schon völlig erschöpft, was schon ausreichte 😀

Wir merkten außerdem, dass wir den Regenwald zeitlich einfach nicht mehr schaffen werden und machten uns nach einem Snack in einem in die Jahre gekommenen Restaurant wo wir Menschen im Pool, in sogenannte „Hot Springs“ liegend beobachteten und ich hoffte keine Lebensmittelvergiftung zu bekommen. Spoiler: Nö, ich lebe noch.

Nun machten wir uns weiter auf dem Weg zum „Rialto Beach“ und winkten kurz dem „Pleasant Lake“ zu.

Und dann sind wir am steinigen Rialto Beach angekommen und warteten auf den Sonnenuntergang. Wir hatten noch 1,5h Zeit und konnten uns gut ausruhen.

Und kurz vor 19 Uhr verabschiedete sich die Sonne und wir knippsten drauf los.

19:30 Uhr begann dann der lange Rückweg von 4:30h so wie wir den Hinweg schon hatten bloß in stockfinster. Puh, war das anstrengend und leider mussten wir dann 1h auf die letzte Fähre warten. Diesmal stiegen wir auf der Fähre aber nicht mehr aus dem Auto weil wir einfach zu müde waren. Aber was soll ich Euch sagen. Kurz nach 24 Uhr kamen wir an Cousine A.s Häuschen an und gingen direkt in unsere Kojen. 19h waren wir auf und beschlossen morgen (also jetzt schon heute) ganz ruhig anzugehen.

Die lange Fahrt hat sich definitiv gelohnt aber man sollte mindestens 3 Tage einplanen, um den Park, so wie er es verdient, auch erkunden zu können.

 

 

 

 

 

 

4 thoughts on “Olympic National Park im Asia Style”

  1. Danke für die fast unwirklich schönen Fotos, bei denen manche Erinnerungen an einen Kurztrip vor vielen vielen Jahren (1992) dorthin lebendig wurden. Weiter viel Kraft und Unternehmungslust😏

  2. Ich bin einfach nur sprachlos ob der schönen Bilder und Eindrücke! Ich freue mich, dass ihr so viel Schönes erleben dürft und wünsche euch weiterhin eine wunderbare Reise!

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