Minnesota vom Sonnenaufgang bis zum Mondgesang

Unser Morgen begann heute 6:30 Uhr weil wir den Sonnenaufgang von unserer Cabin mit unserem Augen mitverfolgen wollten, von dem Cousine R so schwärmte. Also pellten wir uns aus dem Bett und standen am Steg um den Sonnenaufgang bei ziemlicher Kälte anzusehen aber es ist eben nicht mehr Sommer. Weil dieser Steg so wackelte und mein Gleichgewicht völlig ins Wanken geriet, setzte ich mich erstmal auf den nassen Steg und schoss dann ein paar Fotos. Zum Bearbeiten der Bilder bin ich jetzt zu kaputt aber so war die Rohfassung.

Als dann die Sonne aufgegangen ist, duschten und frühstückten wir, ich wechselte nochmal die Jeans aber daran mangelt es mir nach den 2 Shoppingexkursen wirklich nicht. Tja und dann ging es schon los in Richtung Two Habor. Auf dem Weg dorthin begegneten uns ein Haufen bunter Bäume aber die Roten war noch knapp bemessen. Die Straße in der ersten Stunde waren so wenig befahren, dass man sich ohne Gefahr mal mitten auf die Straße stellen konnte.

 

Hier auch ein Bild vom Leuchturm in Two Habor wo es uns ganz schön um die Ohren windete.

15 min dauerte nun die Fahrt zum Gooseberry Falls State Park, den so viele internationale Touristen noch nicht gesehen haben. Ich habe vermutete, dass wir nach 30 min wieder am Auto sind aber man muss im Nachhinein noch mindestens 2 Stunden nachmelden. Mit diesem Park haben die Menschen aus Minnesota ein richtig schönes Fleckchen Erde.

Der Park besteht aus 5 Wasserfällen und dies ist einer von der Frontansicht. Hier dachte ich noch ich muss heute keine Akrobatik mehr hinlegen aber das änderte sich schon gleich als ich auf diesem Wasserfall hochwollte.

Der Boden war teilweise so nass und glitschig, dass ich hier meine Probleme hatte aber Jessie nahm mir ab hier meistens Stativ und Rücksack ab, so dass ich mich nur auf mich konzentrieren brauchte. So konnte auch auch ein paar Fotos von Perspektiven machen, an die sich sonst nicht rangekommen wäre ohne mich in Gefahr zu bringen.

Und nun kann ich die Wege und Wasserfälle nicht mehr auseinander halten. Manche Wegen waren gut und manche bereiteten mir Probleme. Heute war auch Renterausflugstag. Jessie wollte von einem Mann und einer Frau ein Foto machen, die aussahen wie ein Pärchen aber dann ganz peinlich geniert prusteten, dass sie gar kein Pärchen wären. Ok Ok, dann machte Jessie eben ein Bild von der Frau das potentiellen Pärchen und ich vom Wasserfall.

Weiter ging es nun zu einer anderen Ansicht MIT Regenbogen.

Und die nächste und fast letzte Aussicht auf den Trippelwasserfall.

Die Zeit verging und ein weitere Wasserfall kreuzte unserer Wege.

Es gab noch weitere aber so viel Bilder kann man gar nicht aufnehmen. Wir gingen dann zurück in Richtung Auto, machten bei einen älteren Pärchen mit Hund mit unseren Handybildern noch Werbung für den Park (ohne das Werbeeinnahmen dafür flossen 🙁 ) und dann gings nochmal 11km weiter in Richtung Split Rock, einen Leuchtturm auf Klippen ohne Meer, wo man 10 Dollar Eintritt zahlen sollten. Wir geizten plötzlich und fuhren nur noch fix an einem Aussichtspunkt und um das Teilchen kurz in Augenschein zu nehmen. Naja, da muss die USA noch üben und ich verschone Euch von diesem Miniteilchen.

Nun brausten wir aber in Richtung Cabin, die wir nach 2:30h Rückfahrt erreichen sollten. Ein paar Mini-Stops mache wir dennoch bei rotgefärben Bäumen, die jetzt wie aus dem Boden sprießen. Dem Sonnenuntergang zugunsten beeilten wir uns aber doch und beschlossen die farbigem Baumbilder morgen zu machen.

Der Sonnenuntergang an der Cabin war nicht ganz so spektakulär zu den Szenerien, die uns heute bereits begegneten aber die Anstrahlung der Bucht aus dem Garten heraus hat mit sehr gut gefallen.

Nun wärmten wir unser Essen von gestern auf und wollten eigentlich gar nicht mehr raus. Aber plötzlich sprang Jessie auf und sah wie sich der Vollmond in den See reinspiegelte. Vollmond war also! Warum wunderte ich mich darüber kaum geschlafen zu haben?  Wir aßen erstmal und dann gings nochmal raus.

Ich weiß nicht was die Nachbarn und der Mann von Cousine R von der Sicherheitskamera aus von uns gesehen hat aber das muss irre komisch ausgesehen haben. Ich stand mit Stativ und Kamera da und Jessie begann mir ihre Visionen von ihrem Foto mitzuteilen, während es meine Aufgabe war es technisch zu realisieren. Ab und zu blinselte sie mich mit der Taschenlampe an, damit ich ein paar Änderungen am Stativ vornehmen konnte und gab weitere Anweisungen… es war einfach witzig diese Fotos zu schießen. Aus Müdigkeitsgründen habe ich sie nur minimal bearbeitet und eine kleine Auswahl bereitgestellt. Wir machen massig Mondbilder und beschwerten uns nebenbei über die hellen fiesen Lampen an Cousine R’s Bäumen. Mann oh Mann, Luxusproblemchen wieder 😀

Mit diesen Mondfotos verabschiede ich mich heute aus Minnesota am See. Morgen nachmittag fahren wir wieder zurück zu Cousine R, um mit den Kindern von ihr und ihrem Mann Abend zu essen. So bricht morgen der letzte volle Tag in Minnesota an. Schade, der Bundesstaat hat etwas schönes und bescheidenes, was mir wirklich sehr gefällt.

 

 

3 thoughts on “Minnesota vom Sonnenaufgang bis zum Mondgesang”

  1. Danke für die stimmungsvollen Fotos und die anschaulichen Erklärungen. So fängt für uns jeder Tag mit einer traumhaften Reise an. Herzliche Grüße und gute Wünsche aus dem stürmischen und verregneten Hohen Neuendorf.

  2. Wahnsinn! Das muss absolut genial und gigantisch gewesen sein! Ich bin ja schon von den Bildern begeistert… Wie muss es erst sein, wenn man da ist!?

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