Ein Wochenende bei der Reha Teil 2

Dieses Rehawochenende musste ich also anders als geplant in der Rehaklinik verbringen. Meine Planung nach Göttingen zu fahren, habe ich über den Haufen geworfen, als ich gefragt wurde, ob ich nachmittags mit durch die Gegend laufen will. Da ich generell immer eine Extraeinladung benötige und noch recht erkältet war, entschied ich mich für die weniger aufwendigere Unternehmung, um mich bis Montag auszukurieren, damit ich nicht noch unter Quarantäne, wie bereits vor 7 Jahren, lande.

Fun fact: Ich war der Meinung mich für Sonntag in die Waschmaschinenliste eingetragen zu haben und schaute gestern nach, ob schon was am Samstag frei wäre. Und was sehe ich da? Ich habe mich ausversehen für Samstag eingetragen – genau zu dem Zeitpunkt, wo ich kontrollierte, war also meine Zeit   grad angelaufen. Tja, mein Geisteszustand hat sich der derzeitigen Situation schon sehr gut angepasst. 

Also schlürfte ich mit 3 weiteren Damen runter ins Dorf oder ist das eine Stadt? Was machen ältere Damen?

Option 1: in ein Wollgeschäft gehen, um Wolle zu kaufen (natürlich war ich nur Statist, sonst könnte ich auch gleich Körbe flechten gehen)

Option 2: Kaffee trinken

Beide Optionen wurden wahrgenommen

Den habe ich zufällig getroffen

Dabei war die Stadt/Dorf fast menschenleer. Wir saßen also (sogar draußen) in einem der wenigen Cafes und betrieben Rehatalk. Dabei durfte ich mir anhören, dass meine Krankheit bei mir ja nicht so schlimm ist, da ich keine Kinder habe… ähm… (vielleicht könnte das ein Grund dieser Lebenssituation sein?) und bei der anderen Person das alles unfair ist weil sie ganze 3 Kinder hat. Was soll man dazu sagen? Am besten nix! Ich möchte nicht wissen, wie Menschen in solchen Rehas (und noch schlimmer Psychokuren) andere Menschen in ein tiefes Loch befördern. Allerdings wies ich sie freundlich darauf hin, dass sie solche Vergleiche besser in Zukunft unterlassen sollte… ich meine… ich bin ja nur mindestens 15 Jahre jünger aber Lebensweisheit hat ja mit dem Alter nicht immer viel zu tun.  So plätscherte der Samstag mit ähnlichen dieser Themen vor sich hin und so begann der Sonntag… bei mir erstmal etwas miesepetrig mit leichtem Heimweh aber dafür weniger Halsweh. Der Frühling übte heute schon für die weiteren Woche, so sah das gestrige Stadtbild heute schon ganz anders aus:

Kurschattenbrause? So viel Humor hätte ich dem Edeka-Betreiber gar nicht zugetraut, hihi
Bei 15 Grad war die Stadt vollgepackt.
Wir saßen allerdings hier unten und unterhielten uns mit den Entchen.

Der Panoramablick von der Dachterasse der Rehaklinik vor und direkt nach dem Sonnenuntergang waren aber schon idyllisch heute. Sieht doch ganz nett aus, oder?

Das ist also ein typisches Rehawochenende – es passiert nix und man fühlt sich schuldig ganz unproduktiv gewesen zu sein, obwohl das der Sinn der Reha ist 😉

Mehr gibt es von diesem Wochenende nicht zu berichten. Eigentlich kein Blog wert aber die Darstellung eines typischen Wochenendes aus der Sicht eines Rehapatienten.  

 

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