Comer See – Die Ankunft

Nach in einer Nacht in einem nach Mottenkugel riechendem Hotelzimmer im Allgäu, bestritten wir nun die Fahrt zum Comer See. So begann die Strecke, in der wir innerhalb vier Stunden, fünf Länder befuhren. Erst fuhren wir circa 10km über Lindau (Deutschland), dann weitere geschätzte 20 km über Österreich, kurz waren wir in der Schweiz und nein, plötzlich aber doch schon wieder in Liechtenstein und dann schließlich wieder in der Schweiz. In den Alpen sagten wir auch noch einmal dem Schnee Guten Tag. Nachdem es dann wieder ein Meter noch unten ging, landeten wir in der italienisch sprachigen Schweiz. Auf einmal befanden wir uns bei 12 Grad mit dem Auto in Lugano und begrüßten kurz den Luganer See.

Eine kurze Fahrt später befanden wir uns dann schon in Italien. Wahnsinn wieviel man von Europa in kurzer Zeit durchqueren kann, was? 

Unser erster Stopp am Comer See war Menaggio. Da war sie auch, die geliebte und lang ersehnte Sonne! Da wir erst ab 16 Uhr für die Übernahme unserer Ferienwohnung gemeldet waren, liefen wir hier ein bisschen herum und setzen uns an einem sonnigen Ort, um eine Kleinigkeit zu essen und trinken. So konnte der Urlaub doch beginnen. Die Kamera war schon dabei, aber erst zögerlich in Benutzung.

Nun wollten wir ursprünglich mit der Fähre nach Varenna übersetzen aber Uli änderte ihre Meinung und wollte die Strecke um den See fahren. Aufgrund der vielen Tunnel, sah man relativ wenig und die Fahrt mit der Fähre wäre sicherlich standardmäßiger gewesen. Aber viele Wege führen nach Rom! Die Fahrt hoch zur Ferienwohnung war etwas bergiger und teils nur für ein Auto befahrbar aber hier hatten wir schon schlimmeres erlebt. Die Besitzerin der Ferienwohnungen wartete schon auf uns, da wir uns etwas verspäteten. Da die Ferienwohnungen über Ostern nicht ausgebucht waren, erhielten wir ein freudiges Upgrade auf ein etwas größere Ferienwohnung mit dem schönsten Ausblick, den ich in einer Ferienwohnung jemals erleben durfte. Wow, den Blick zeige ich Euch nun noch zu Haufe in den verschiedensten Variationen! Hier kann man es sehr gut aushalten. Es war Ostersonntag und nach Auskünften der netten Vermieterin, waren noch einige Lebensmittelgeschäfte offen. Ohne uns vorher zu informieren fuhren wir los und fuhren und fuhren… ohne offenes Lebensmittelgeschäft. Die Städte waren überfüllt mit Italiener, die Ostersonntag und Ostermontag ihre Feiertagsausflüge machen sowie auch die Straßen… 2h Fahrt ohne einen offenen Lebensmittelmarkt zu finden, entschieden wir uns dann zurückzufahren und auf die mitgebrachten Reserven zurückzugreifen. Wir kamen gerade richtig zum Sonnenuntergang ins neue Domizil auf Zeit. Wir waren glückselig!

Ich konnte mich von den Blicken gar nicht trennen aber als es dunkel war, setze ich mich zu Uli an den Küchentisch. Von hier aus sieht man den See zu Teilen auch, ha! 

Der Tag war dann eigentlich auch schon zu Ende aber ich konnte ab 3 Uhr einfach nicht schlafen. So stand ich auf und probierte mich an der Nachtfotografie. Mit Taschenlampe bewaffnet stellte ich das Stativ auf, stellte die Kamera drauf und verband mein Smartphone mit ihr. So war ich immer kurze Zeit auf dem Balkon, um das Bild auszurichten und die Aufnahme zu starten und stellte mich dann immer circa 2 min ins Warme, um von hier mit dem IPhone den Auslöser zu bestätigen. Aufgrund der Dunkelheit, fotografierte ich viel unser Geländer mit aber ist letztendlich keine Zeitverschwendung gewesen, wenn man eh nicht schlafen kann. Übung macht den Meister und bei der Nachtfotografie habe ich noch sehr viel zu üben. So knippste ich noch eine Stunde vor mich hin.

 

Und dann versuchte nun den Schlaf fortzusetzen! 

 

 

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