Chicago

Obwohl wir inzwischen überfüllt von den vielen Eindrücken der letzten 3 Reisewochen sind, stand heute Tag 1 der Erkundung von Chicago auf unserem Plan. Das Hotel ist zwar gut aber liegt nicht sonderlich zentral und als ich nach Hotels schaute war nicht mehr so viel bezahlbares übrig. Das liegt nun daran, dass Chicago die drittgrößte Stadt der USA ist, und zusätzlich richtig reizvoll (wie ich heute herausfand) UND morgen der Chicago Marathon stattfindet (das fanden wir heute auch heraus). Wir haben es auch geschafft letztes Jahr in London zu sein, wo die London Marathon stattfand, auch ohne das zu wissen. Aber was ich sagen will war, das Gelangen nach Chicago gestaltete sich ein bisschen schwierig. Wir hatten die Auswahl mit dem Busshuttle einmal pro Stunde zur Ubahn (oder wie sie hier heißen) gefahren zu werden und dann nochmal 45 min Ubahn fahren oder selbst zur Ubahn fahren und knapp 20 Dollar Parkgebühren für den Park & Ride plus Zugticket zu bezahlen. Hm… aber plötzlich sprach uns eine Frau an, ob wir mit ihr ein Uber in die Stadt teilen wollen. Als wir gecheckt haben, wo sie hinwollte und als ich schnell Cash holte, da man als Besteller per App bezahlt, stimmten wir zu und fuhren mit. Die Bestellerin war übrigens eine Marathon-Läuferin, die uns zugleich auch fragte, ob wir morgen mitlaufen. Äh… ich habs mal als Kompliment aufgenommen 😀 Die Bestellerin und zugleich Marathon-Läuferin hat bei der Bestellung nur 2 Plätze anstatt 3 im Auto gebucht aber der Fahrer war freundlich und nahm alle 3 mit. Schade, dass diese Ubers in Deutschland verboten sind. Dieses System ist ziemlich ausgebufft aber dazu komme ich später nochmal.

Wir kamen an einem Hotel in Chicago an, an dem eine Fitness Convention stattfand aber wir entschlossen uns für ein anderes Fitnessprogramm und zwar durch Chicago zu laufen 😉 Die Gegend war schon recht schick, alte Häuser gemischt mit neuen Bauten. Für USA Verhältnisse vermittelte mir die Stadt direkt ein sehr guten Eindruck. Die Gegend erinnerte mich auch an die bessere Gegenden in New York, wobei die Treppen in NY aus Stein sind bzw. bisschen mehr Schnörkel betete. Richtig gute Bilder konnte ich an dieser Stelle noch nicht schießen weil mir das noch alles zu neu und aufregend war aber ich wiederhole es gerne noch mal, ich merkte, dass ich die Stadt mochte.

Wir liefen einfach mal quer durch die Stadt in Richtung Millennium Park.

In der Tür stand eine Hexe welche man durch die Spiegelung leider fast nicht sieht.

 

Vorbereitung für den morgigen Marathon

 

So ist bestimmt auch der Highline Park in New York entstanden. Diese Station sah ziemlich unbenutzt aus und ich würde mich nicht wundern wenn daraus mal Grünflächen entstehen würden.

 

 

Hier wachsen einfach mal Chillis und Kohl in den Blumentöpfen.

Während wir dann noch auf an der Seite des Parkes langliefen, sahen wir die Skycraper über das grün hinweg. Tja und ich begann den Fotografenfehler schlechthin ein Weitwinkelobjektiv schräg zu halten beim Fotografieren. Nicht das ich wusste, dass dies nichts werden kann aber egal, diese Bilder lass ich hier mal raus 😀 Wir holten uns bei einer grünen Kaffeekette einen Cafe, da wir lange Zeit vorher einen Laden links liegen ließen, da die Menschen dafür anstanden. Naja, aber von drinnen fiel mir dieser Page fürs Valett Parking auf, der auf den nächsten Kunden wartete und meistens auf sein Handy spielte.

Ich habe ganz verdrängt, dass die Route 66 in Chicago beginnt aber da wurde ich nun wieder daran erinnert.

 

So und nun kamen wir an der Cloud Gate an, die ich immer Bohne nannte. Aber schaut mal wie die Menschen da abgingen. Man stelle eine sich spiegelnde Bohne hin und schon flippen die Menschen da aus. Ich hätte da alle Menschen gerne mal weggeschickt, um ein vernünftiges Foto machen zu können, um die Spiegelungen der ganzen Gebäude drumherum festzuhalten aber leider musste ich gucken was ich bei der blödelnden Masse daraus machen konnte. Beim nächsten Chicago Besuch bitte ich um eine 10 minütige Absperrung nur für mich!

 

Von einer geringen Entfernung sieht man schon die Menschenmassen….

Naja, also ich lief noch 2 mal um die Bohne herum, während Jessie schon eine ruhige Ecke suchte und dann ging es schon weiter in Richtung Buckingham Brunnen.

Auf dem Weg dahin fiel mir mal auf, dass ich meine Kamera mit Weitwinkelobjektiv auch mal gerade halten könnte.

Aber was war los? Aufgrund diverser Absperrungen gab es kein Durchkommen zu diesen Brunnen. Na gut, außer dass man ihn aus dem Vorspann von „Einer schrecklich netten Familie“ kennt, ist es wohl einfach nur ein Brunnen also machten wir uns auf zum Navy Pier. Wir liefen nun am Lake Michigan entlang, sagten den Yachten „Hallo“ und beschlossen dann morgen bei besserem Wetter eine Schiffchen-Tour zu machen.  Von weitem sah man dann auch schon das Millenium-Wheel welcher am Pier steht.

Und irgendwann waren wir auch da.

Vom dem Pier war ich ehrlich gesagt nicht so begeistert. Da habe ich schon aufregendere und hübschere im selben Land gesehen. Wir gingen dann in die Fressmeile am Navi Pier rein und als wir da saßen passierte ES … ab 15:30 Uhr begann es wie aus Eimern zu schütten. Wir blieben erst geduldig aber die Wettersituation verschlechterte sich zunehmend. Nachdem wir noch eine Stunde in dieser Fressmeile verbrachten, beschlossen wir dann den Versuch „loszugehen“ zu unternehmen aber es regnete dann noch schlimmer. Wir liefen zur ersten Busstation um zu checken wann ein Uber für uns Zeit hat aber von hier ab begann die Situation etwas schwieriger zu werden. Die Anfrage stieg und plötzlich sollte ein Uber zu unserem Hotel 85 Dollar kosten…. konnten wir kaum glauben aber wir sahen beide diesen enormen Preis nicht ein. Außerdem funktionierte diese Uber-App nicht, die ich vorbildlich schon in Deutschland runterlud und aktivierte. Die Laune bewegte sich langsam in Richtung Kellergeschoss. Wir fanden übrigens im Bushäuschen Unterschlupf, wo sich eine Taxischlange bildete.  Taxi nutzte uns in dieser Situation auch nichts und so suchten wir nach anderen Wegen nach Hause zu kommen weil es nicht nach Wetterbesserung aussah! Ein Typ bekam aus unseren Gesprächen in deutscher Sprache den Wortfetzen „Uber“ mit und teilte uns mit, dass sich die Uber-Sammelstelle um die Ecke rechts ist. Hm…. also gingen wir da mal hin und fanden wirklich eine ausgeschilderte Uber-Sammelstelle mit Massen von Menschen vor. Die Preise fielen inzwischen auf 60 bis 75 Euro aber auch den Preis sahen wir nicht ein zumal die Wartezeit auch bis zu einer Stunde betragen sollte. Bei unserer weiteren schildbürgerlichen Recherche fanden wir dann einen Bus heraus, der uns zu einer Bahn-Station bringen sollte, von der wir zur Sammelstelle unseres Bus-Schuttels bringen könnte. Wir liefen zum Bus, wollten im Bus bezahlen aber die Busfahrerin schickte uns erbahmungslos zu einem Fahrtkartenautomaten wieder 4 min zurück und nahm uns nicht mit. Und was machte der blöde Fahrkartenautomat – er nahm nur passendes Geld and und akzeptierte keiner unserer Kreditkarten. Argh! Ich schaute hin und wieder mal zum Check auf meine Uber-App und entdecke, dass ich aus meiner Tasche heraus wohl eine Fahrt für 75 Dollar bestellt haben musste… ich habe keine Ahnung wie das passierte aber ich konnte diese Fahrt gegen eine kleine Gebühr stornieren. Aber ich schaute dann nochmal nach den Preis und plötzlich zeigte die App einen Preis von 29 Dollar an, bei einer Option wo man noch einen dritten Mitfahrer irgendwo aufsammelte und auf unserer Strecke rausließ. Da funktionierte die App dann mal und ich bestellte uns diese Fahrt. Während ich noch vollends mit der technischen Katastrophe und der Wettersituation beschäftigt war, kam ein durchgängiger Doppelregenbogen zum Vorschein und Jessie wurde zum Kind. Ich war noch voll im Stress und versuchte den Fahrer und das Auto auf der App zu finden, während wir wieder zurück zur Sammelstelle liefen während Jessie sich an den Doppelregenbogen erfreute. Ich klickte dann, als mir bewusst war, was für ein schönes Naturereignis da gerade stattfand auch ab, aber natürlich war mein Telefon nicht in der Lage diesen riesen Regenbogen aufzunehmen aber schaut mal.

Der Fahrer kam dann gleich mit dem Insassen William und fuhr dann los. Vom Auto konnte man die Regenbogen  noch eine Weile lang mitverfolgen aber ich war auch noch völlig fasziniert von der App, weil man diese ganze Fahrt live per GPS auf dem Handy mitverfolgen konnte. Big Brother is watching you und andersrum.

Fast eine Stunde später waren wir dann am Hotel angekommen, da der Verkehr dicht war aber es war immerhin trocken. Bis natürlich unsere Klamotten aber die wechselten wir zu Teilen im Hotel und ich hatte das Vergnügen die Sohlen meiner Fußheberschienen zu föhnen, weil ich ich mit meinem Patschegang in sämtliche Pfützen mit voller Wucht getrampelt bin. Naja, der Föhn hats gerichtet und nachdem alles trocken war, gingen wir noch zu Panda Express in der Nähe des Hotels essen.

War ganz schön aufregend heute aber ich habe noch die 3,5h bei gutem Wetter in Chicago in Erinnerung. Und genau da machen wir morgen auch weiter, je nachdem wie wir morgen durch die Stadt durchkommen. Das Wetter sieht super aus und der Plan ist auf einen der Türme hochzufahren und eine Schiffchenfahrt zu machen denn heute waren das 20.000 Schritte und viel nass!

Chicago würde auch meiner Schwester Uli gefallen und ich denke, dass man sich hier auch länger Zeit nehmen muss und kann. Aber morgen haben wir noch einen Tag bei schönem Wetter mit Jessie und ich bin gespannt was wir da erleben.

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